Abt.: Schnüffeltüte

Söder im Benzinnebel

Die Nachrichten heute lassen mich einmal mehr ratlos zurück. Zwischen unserer Lebensrealität und Söders Politik klafft ein Abgrund. Ein Abgrund, in den er uns alle mit hinunter stürzt.

Wenn man heute Nachrichten hört, dann kann es passieren, dass diese Meldungen direkt nacheinander kommen:

Der Klimawandel verschiebt die Waldbrandsaison immer weiter nach vorne.
Die Gemeinden und Kommunen müssen sich besser auf den Klimawandel vorbereiten.
Autobauer bauen Stellen ab, weil ihnen der Markt in China wegbricht.(1)
Söder: Suche nach Verbündeten für den Stopp des Verbrenner-Aus.

Lauter kann man es kaum in den Äther schreien: Das Verbrennen von fossilen Brennstoffen ist eine saublöde Idee. Das schadet uns, unserer Umwelt und selbst unserer Wirtschaft. Und spätestens bei "unserer Wirtschaft" sollte selbst der wirtschaftsliberalste Betonkopf hellhörig werden.

Nicht so der Söder.

Wie so oft stellt er auch hier wieder unter Beweis, dass er keine 0,1 Dioptrien Weitblick hat. Nicht klimapolitisch. Nicht wirtschaftspolitisch. Und ganz nebenbei versucht er die Europäische Union zu untergraben. Warum? Weil er als Wendehals nicht anders kann? Weil er nach dem kurzfristigen Applaus der benzinumnebelten Aktionäre von Volkswagen und BMW heischt? Weil ihm der Intellekt fehlt, größere Zusammenhänge zu erfassen? Oder möchte er einmal mehr in den braunen Gewässern nach AfD Wählern angeln?

Es ist ein ums andere Mal erschreckend, welches Personal in höchste politische Ämter gewählt wird.

So... jetzt geht es mir wieder besser.

(1) Wohlgemerkt, weil auf dem chinesischen Markt mittlerweile Elektroautos mehr gefragt sind, als Verbrenner. Und da können die technologieoffenen deutschen Unternehmen nicht mithalten.
Während andere Länder längst um die Technologien der Zukunft konkurrieren und deutsche Hersteller erleben, was passiert, wenn man einen Wandel verschläft, kämpft Söder verbissen um die Technik von gestern.