Abt.: Melonenbier

Melonaut Pale

Mein Steckenpferd? Huell Melon, ganz klar. Ein unterbewerteter Hopfen, der Aufmerksamkeit verdient hat. Und dafür werde ich sorgen.

So wie ich letztens den ersten Einsatz des Grainfathers mit einem veritablen Fluch(1) beginnen musste, so möchte ich jetzt und hier einen Lobgesang auf das Ergebnis anstimmen.

Nicht jedes Bier hat ein Etikett verdient. Dieses Bier auf jeden Fall. Ich denke, mir ist damit ein Meisterstreich gelungen. Zufällig. Eigentlich hätte es ein IPA werden sollen. Hopfengestopft, ein Fruchtcocktail mit Melonen-Overkill. Dann habe ich das Hopfenstopfen vergessen. Habe ich mich geärgert... habe ich das Bier probiert... ich denke, von jetzt ab werde ich das Hopfenstopfen öfter mal vergessen. Wow ist das geil.

Das Bier ist noch nicht ganz im Mund, da prickelt es schon angenehm auf der Zungenspitze. Eine leichte Fruchtigkeit erfüllt den Mundraum. Schließt man die Augen, ja, da ist Honigmelone bei. Der Amarillo Hopfen sorgt für eine knackige Bitterness, die langanhaltend Gaumen und Zunge umschmeichelt. Ich mag das.

Leider habe ich versäumt, den Restextrakt zu messen. Bei einer Stammwürze von 13,5° Plato mag das Bier so um die 5,5% Alkohol haben. Das finde ich nicht übertrieben, da geht auch ein zweites.

Ich bin auf einem guten Weg...

(1) [emaz.de]: Grainfather