[heise.de]: Venezuela-Narrativ als Falle

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Dieser Artikel ist in der Tat lesenswert. Möge sich ein jeder nach dem letzten Absatz seine eigenen Gedanken machen.

Eins möchte ich hier allerdings klar stellen:

Wer sich vehement gegen die Interventionsbestrebungen der USA stellt, ist noch lange kein Maduro Freund.
Maduro ist weder eine Lichtgestalt, die sich für das Volk aufopfert, noch ist er in fairen, freien Wahlen an die Macht gekommen...
...also fairen, freien Wahlen in unserem Sinne. In unserem Sinne sind allerdings auch Wahlen in Großbritannien und den USA weder fair (Mehrheitswahlrecht) noch frei (nur wer sich registrieren lässt darf wählen). Da käme allerdings niemand auf die Idee, einem Trump mal eben die Legitimation abzusprechen und kurzer Hand irgendwen - sagen wir mal zum Beispiel Jello Biafra - als Präsidenten anzuerkennen.

Die Geschichte - gerade auch die jüngste - lehrt, in Konflikten ist weder die eine, noch die andere Partei nur gut oder nur schlecht.
Die Geschichte lehrt aber auch, wer sich den USA und deren Wirtschaftsinteressen in den Weg stellt, hat ein schweres Leben. Und das nicht erst seit Trump.
Wer den USA hingegen gefällig in den Arsch kriecht, der kann mit Dollars und Waffen rechnen. Und auch mit willfähriger Berichterstattung rund um den Globus.

Wer nach der Lektüre immer noch reinen Gewissens ins Horn des Imperialismus stossen möchte, ich kann ihn nicht abhalten.

Gaudiblatt

Alter Hut in neuen Schläuchen

Hut

Die erste Fraktionsgemeinschaft steht. Spott und Häme sei ihr gewiss.

Für ein klein wenig Mitsprache bilden sich die sonderbarsten Allianzen. Wahlprogramme, Versprechungen stehen da im Weg, der Wähler im Regen.

Die Stadtratsneulinge von HUT und den Piraten schlüpfen unter die Decke der vormals so geschmähten Etablierten.

Dass sie sich dabei ausgerechnet die FDP ausgekuckt haben...

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