FAT32 Datenrettung unter Linux

Flüstertüte
18.07.2014

Die Problemlage: Die besten Fotos durch eine kurze Unachtsamkeit von der Kamera gelöscht.

Die Aufgabenstellung: Die Fotos wieder herstellen.

Die Aussicht: Düster! Zumal sich die Fotos auf einer FAT32 formatierten Speicherkarte befanden.

Die Devise: Nicht unterkriegen lassen!!!

Eigentlich sollten die Fotos von einer Speicherkarte auf ein Laptop verschoben werden. Dazu verwende ich den Midnight Commander: Links das Zielverzeichnis, rechts die Fotos. Alle Fotos markieren und mit F8 verschieben...

Midnight Commander

Midnight Commander

Ach du dickes Ei. F8 löscht. Richtig wäre F6 gewesen. Nun sind alle Fotos weg.

Windows würde in so einem Fall nachgefragt haben. Und die Fotos auch nicht gelöscht sondern nur in den Papierkorb verschoben. Und bis man den geleert bekommt, fragt Windows auch noch einmal nach. Linux ist da anders. Linux geht davon aus, dass der User weiß, was er macht und fragt nicht nach!!

Ein schönes Zitat in dem Zusammenhang:

"Linux reicht einem die Pistole, lädt vor, lädt durch, entsichert und hilft beim Zielen, man muss nur noch abdrücken. Aber wenn man dann in seinen Fuß schießt, ist das ein eigenes Problem und nicht das von Linux."

TestDisk

Doch wirklich aufgeben möchte ich nicht. Und wirklich, Linux lässt mich nicht im Stich. Ein wenig gegoogelt und bei PhotoRec gelandet. Hier wird ein unscheinbares Tool namens TestDisk empfohlen. TestDisk kann hier herunter geladen oder vom versierten Ubuntu/Debian User per apt-get installiert werden:

apt-get install testdisk

Nun wird mit TestDisk das Device aufgerufen, dessen Inhalt wieder hergestellt werden soll. Etwa so:

testdisk /dump /dev/sdb1

Das weitere Vorgehen ist bei cgsecurity recht gut, anschaulich und in deutscher Sprache beschrieben, so dass ich mir hier weiters spare.

Hilft testdisk nicht weiter, dann kann man es noch mit PhotoRec versuchen. Ich war erstaunt, was da alles an Daten plötzlich wieder auftauchte.

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NRA

Besinnliches Amoklaufen vor den Feiertagen

Fleischbatzen

Warum erschoss er 20 Kinder? So titelst Du heute, liebe Abendzeitung.

Die Antwort könnte so einfach wie zynisch lauten: Weil ihm die Munition ausging.

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