Wir ziehen gegen Russland

Kriegsschiff
04.12.2014

Die Spirale dreht sich immer schneller.

Muss ja, wenn das 100 Jahre nach dem ersten Weltkrieg noch was werden soll.

Zumindest lässt sich gerade von keiner Seite ein Innehalte und sich besinnen feststellen.

Zu einem sich anbahnenden Streit unter Erwachsenen hat ein Spezl einmal gesagt: "Da setzt ma sich auf a Bier zamm und schmatzt des aus!"

Und wahrlich kann so manch Katastrophe vermieden werden, wenn sich die Kontrahenten beizeiten auf die Kraft der Worte besinnen. Zuhören, Argumentieren, Überzeugen, aber auch sich überzeugen lassen. Ist die Ebene des Dialogs erst einmal verlassen, fliegen schnell die Fäuste bis am Ende jemand weint.

Alle beteiligten am aktuellen Ukrainekonflikt benehmen sich wie kleine trotzige Kinder, die sich nicht anders zu artikulieren wissen, als mit Sand zu werfen und dem anderen die Schaufel auf den Kopf zu hauen. Bis am Ende jemand weint.

Da wo ein Runder Tisch angezeigt wäre, laden sich die Protagonisten gegenseitig aus. Aus G8 wird G7 und Diplomaten werden reihenweise ausgewiesen. Auf ein Militärmanöver in Russland folgt eins der NATO.

Ob jetzt der Plan für eine "neue schnelle Eingreiftruppe der Nato" schon länger in der Schublade lauert oder nicht. Ist es DAS, was wir zum jetzigen Zeitpunkt unbedingt brauchen?

Besonnene Stimmen wie die von Herrn Platzek werden niedergebügelt. "Die Annexion der Krim muss nachträglich völkerrechtlich geregelt werden, sodass sie für alle hinnehmbar ist." Damit wäre zwar der angebliche oder tatsächliche Bruch des Völkerrechts nicht aus der Welt. Allerdings kann das einen Weg weg von Panzer und Haubitzen zu Diplomatie und Annäherung weisen.

Weiter ist zu lesen: Die "Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnte vor einem Flächenbrand und ging auf Konfrontationskurs zum russischen Präsidenten." Da fehlt wohl ein Nachsatz: Ein Flächenbrand, den Angela Merkel und die NATO bereit sind zu entfachen und anzuheizen.

Ich werde das Gefühl nicht los, die Welt rennt gerade sehenden Auges in eine große Sache, die zu Beginn des Jahrtausends viele Menschen für lange Zeit in Leid und Elend stürzt.

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