Welcher Islam gehört zu Deutschland?

17.09.2016

"Welcher Islam" suggeriert, das es unterschiedliche Islams gibt. Einen guten, einen bösen, einen zurückhaltenden, einen offensiven.

Und die Frage suggeriert, dass einen Islam gibt, der besser zu Deutschland gehört und einen, den mag man nicht so.

Also der gute Islam gehört zu Deutschland, der böse aber nicht. Wer legt das fest, wer zieht die Trennlinie?

Eine Frage, die seit Monaten die Gemüter erhitzt. Dabei ist die Antwort doch so einfach.

Das Grundgesetz zeigt sich hier eindeutig und nicht verhandelbar. Jeder darf sich bekennen zu wem er will und darf in der Ausübung seiner Religion nicht gestört werden.

Des weiteren stellt das Grundgesetz fest, dass es keine Staatskirche gibt.

Das heißt mit anderen Worten, der Islam gehört genauso zu Deutschland, wie das Christentum, der Buddhismus, die jüdische Religion, der Shintoismus und was es noch alles an Gottesanbetungen gibt. Punkt aus, fertig.

Da wird kein Unterschied gemacht. Auch nicht über die Ausrichtung einzelner Religionsangehöriger. Also vollkommen Wumpe, ob evangelisch, schiitisch, jesidisch oder Salafist. So will es das Grundgesetz.

Dieses Grundgesetz ist jetzt allerdings auch so gemein, dass es nicht nur religiöse Freizügigkeit garantiert, es gilt obendrein auch noch für alle. Und das schließt ein, dass auch die sich unterschiedlich religiös gebärdenden sich gegenseitig zu respektieren zu haben.

Das mag der CSU aufstoßen und auch der AfD. Beide würden es mit dem Grundgesetz gerne nicht so genau nehmen. Allen vorneweg der bescheuerte Scheuer, der sich nicht entblödet, einer Journalistin vor laufender Kamera ins Gesicht zu sagen, dass der Wortlaut des

Grundgesetzes lediglich eine Auslegbare Meinung sei, die ganz sicher nicht für ihn gelte.

Die Frage wird von der SPD gestellt, und nicht, wie man eigentlich meinen könnte, von der CSU.

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Stadtrat

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