Warum ich nicht auf eine Kundgebung zum 1. Mai gehe?

01.05.2017

Nun, ich habe einfach diesen Traditionalistensermon satt. Ich kann es euch gar nicht sagen.

Da stehen Politiker (vorwiegend der SPD) mit Gewerkschaftern (auch die gerne aus der SPD) seit an seit. Die Politiker versprechen das Gelbe von der Sonne und was sie doch solidarisch mit den Arbeitern und den Ausgegrenzten der Gesellschaft sind. Sie versprechen faire Löhne, weg mit Harz IV und ein Stück vom Weltfrieden. Die Gewerkschafter klatschen artig Beifall, die Arbeiter fühlen sich einen Tag im Jahr groß und ernst genommen.

Die Politiker verschwinden und machen weiter, wie wenn nichts gewesen wäre. Die Gewerkschafter geben Wahlempfehlungen für Politiker, die dann weiter machen, wie wenn nichts gewesen wäre.

Die Linke watschelt artig hinterher und darf sich einen Tag im Jahr von der SPD umarmt fühlen. Das übrige Jahr träumt sie von rot-roten Koalitionsspielen und wird - wie sinnig - links liegen gelassen.

Dazu noch die Mai-Fest-Spiele in Berlin. Da lassen sich Autonome und solche, die sich dafür halten, voll laufen und kloppen sich mit der Polizei. Sie dürfen sich einen Tag im Jahr wie große Revolutionäre fühlen.

Lasst mich mit dem Schmarrn in Ruhe! Ich gehe jetzt auf eine Mass Maibock.

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Krieg dem Kriege

1924 erschien das Buch "Krieg dem Kriege". Ernst Friedrich erschuf mit diesem Buch ein eindringliches Zeitdokument gegen das große Verbrechen der Menschheit: Dem Krieg.

Unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs und dem bis dato unbekannten Leid, dass der Krieg über Europa und die ganze Welt gebracht hat, wollte Friedrich ein aufrüttelndes Zeichen gegen Mord und Verstümmelung setzen.

Die Geschichte hat jedoch gezeigt, dass sich die Kriegstreiber aller Länder weder von Appellen, noch von erschreckenden Bildern abschrecken lassen.

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