Volksbegehren - Gymnasium G8 G9

Volksbegehren G9

Volksbegehren G9

01.07.2014

Das Ringen um die gymnasiale Bildung ist kein Neues. Nicht von Pisa erfunden und auch nicht von der CSU.

Der politische Wille der Regierungen, speziell der Bayerischen, hat sich dabei noch nie von Vernunft leiten lassen. Wichtiger war und ist, was die Lobbyisten zum Besten geben.

In den 1980er Jahren war es die Bundeswehr, der ein halbes Schuljahr geopfert werden sollte. In den Nullerjahren ist es die Wirtschaft gewesen, die sich letzlich durchsetzte und zugunsten der früheren Verheizbarkeit des Nachwuchses wurde ein Jahr Bildung geopfert.

Der Beobachter reibt sich verwundert die Augen. Wie soll sich die Bildungssituation verbessern, wenn an der Schulzeit herumgebastelt wird.

Eine untragbare Situation. Schon (oder erst?) im Landtagswahlkampf 2013 hat der hoffnungsvolle Kandidat der SPD, Herr Ude, gelegentlich fallen lassen, dass unter seiner Ägide so etwas wie eine Wahlfreiheit zwischen acht und neun Jahren angestrebt wäre.

Ude hat es nicht geschafft, seine Ägide erstreckt sich nunmehr auf Schwabing und die Toskana. Die Situation bleibt also weiterhin untragbar.

In diese Bresche springen nun die Freien Wähler. Das Werkzeug des Volksbegehrens scheint das Mittel der Wahl. Schon häufiger musste zu diesem Mittel gegriffen werden, um verfehlte Regierungspolitik zu korrigieren.

Was soll also begehrt werden? Eine durchdachte Schulreform? Eine Rückkehr zur alten G9 Variante? Gefehlt, die Udesche G8-G9-Wahlvariante steht zur Debatte.

Wie soll das dann aussehen? Wird das Abitur dann unterteilt in Bachelor-Abi und Master-Abi?

Und wenn ja, welches ist dann welches? G8 nur Bachelor, weil bei G9 doch mehr Inhalte vermittelt werden? Oder ist doch G9 weniger Wert, weil immer klar ist, dass die Absolventen eben etwas langsamer sind. Prangt G8 oder G9 wie ein Fanal auf dem Abiturzeugnis oder wird das verschämt verschwiegen?

Rund und durchdacht ist dieser Ansatz wohl nicht. Doch wenigstens ist es ein Ansatz, in das unprofessionelle Herumgeeiere der Regierung einzugreifen.

Es sind die freien Wähler die sich erneut mit Hilfe eines Volksbegehrens profilieren können. Aus den Reihen der übrigen im Landtag vertretenen Parteien ist in Sachen Bildung nicht viel zu vernehmen.

Bildung braucht Zeit

Bildung braucht Zeit

Und die Linke? Die Linke begnügt sich damit, die Wahlfreiheit als unausgegoren zu kritisieren. Sie war ja schon immer gegen das G8. Ein Gegenkonzept? Bislang Fehlanzeige. Hat sich die Linke damit aus der Diskussion verabschiedet? Stünde es der Linken nicht gut zu Gesichte, sich an einem möglichst breiten Bündnis gegen verfehlte Bildungspolitik zu beteiligen?

Sei wie es sei. Jeder Ansatz korrigierend einzugreifen ist ein begrüßenswerter. Und wenn damit lediglich erreicht wird, dass das Thema Bildung nicht dem Kultusministerium allein überlassen wird. Und wenn damit lediglich erreicht wird, dass das Thema nicht in Vergessenheit gerät.

Insofern lege ich allen Lesern und Leserinnen nahe, das Volksbegehren zu unterstützen! Wir sehen uns im Rathaus...

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