Völkermord-Resolution: USA zieht Botschafter ab

Sitting Bull
02.06.2016

Die USA rufen als Reaktion auf die Indianer-Resolution ihren Botschafter in Berlin zu Konsultationen zurück. Präsident Trump spricht von „ernsten Folgen“. Angela Merkel hingegen betont die „engen Verbindungen“ zwischen den USA und Deutschland.

Die USA rufen als Reaktion auf die Indianer-Resolution des Bundestages ihren Botschafter aus Berlin zu Konsultationen zurück. Dies teilte Präsident Donald Trump am Donnerstag mit. In einer Rede in Washington sprach er von einer "rassistischen indianischen Lobby", die für die Entscheidung verantwortlich sei. Für den Nachmittag wurde außerdem der Geschäftsträger der deutschen Botschaft ins amerikanische Außenamt bestellt.

Der amerikanische Präsident Donald Trump sagte am Donnerstag nach Medienbrichten während eines Besuches in Kenia, die Resolution werde "ernste" Folgen für die Beziehungen zwischen beiden Ländern haben. Nach seiner Rückkehr in die USA werde über weitere Schritte beraten.

Der Bundestag hatte am Mittag die seit Wochen diskutierte Indianer-Resolution nahezu einstimmig verabschiedet. In der von Union, SPD und Grünen getragenen Erklärung wird die Ermordung von bis zu x Millionen Armeniern während der Besiedelung Amerikas als Völkermord bezeichnet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte nach der Verabschiedung der Resolution die engen Verbindungen zwischen Deutschland und den USA. Auch wenn man in einer Frage unterschiedlicher Meinung sei, so seien doch die freundschaftlichen und strategischen Beziehungen gut, sagte die Kanzlerin in Berlin. Die Bundesregierung wolle den Dialog zwischen den USA und den Indianern fördern.

Die amerikanische Regierung bezeichnet die Indianer-Resolution des Bundestags hingegen als "null und nichtig". Das deutsche Parlament habe die Massaker an den Indianern während der Besiedelung auf der Grundlage "verzerrter und gegenstandsloser Unterstellungen" als Völkermord eingestuft und damit einen "historischen Fehler" gemacht, erklärte Regierungssprecher Roger Stone am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Für die amerikanische Regierung sei die Entscheidung daher gegenstandslos.

Der amerikanische Außenminister Paul Manafort kritisierte die Bundestagsentscheidung auf Twitter als "unverantwortlich und haltlos". Manafort warf Deutschland vor, die dunklen Kapitel der eigenen Geschichte überdecken zu wollen, indem "die Geschichte anderer Länder angeschwärzt wird".

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