Themen, die uns Interessieren - diesmal: #ausspekuliert

15.09.2018

Das Feuerwerk der Nebelkerzen ist noch nicht vorbei. Seehofer will uns immer und immer wieder einreden, dass Migration das Thema ist, dass ganz Deutschland beunruhigt.

Tatsächlich beunruhigt das den rechten Rand der Gesellschaft. Den rechten Rand und den Bodensatz. Die wahren Aufreger liegen ganz wo anders.

In München sind tausende auf auf Straßen unterwegs, weil die Wohnsituation in den Großstädten immer untragbarer wird. Nicht, weil uns Migranten Wohnungen weg nehmen. Weil uns Spekulanten die Wohnungen wegnehmen. Und weil sich die Spekulanten die Politik mit Lobbyarbeit und großzügigen Spenden gefügig gemacht hat, wird sich an dieser Situation auch so schnell nichts ändern.

Die CSU verscherbelt staatliche Wohnungen. Die Regierung in Berlin lässt sich von Maklern beraten, die frech behaupten, nur der Wegfall von Mietpreisbremse und sozialem Wohnungsbau könne die Lage entschärfen. Die SPD... ach, lassen wir das.

Dabei könnte das eigentlich recht einfach sein. Man müsste dazu lediglich das Grundgesetz ernst nehmen. Da steht nämlich was recht interessantes drin:
Artikel 14, Satz 2: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

Oder die Bayerische Verfassung. Die ist da noch um einiges radikaler, man könnte fast sozialistisch sagen:

Artikel 161, Satz 2: Steigerungen des Bodenwertes, die ohne besonderen Arbeits- oder Kapitalaufwand des Eigentümers entstehen, sind für die Allgemeinheit nutzbar zu machen.

Da die geschriebenen Artikel jedoch längst durch dem Kapital dienende Politik und juristische Winkelzüge ausgehebelt sind, also das Papier auf dem sie stehen nicht wert sind, wirkt es geradezu putzig, wenn man bundesdeutsches Verfassungswerk in die Argumentation aufnimmt.

So bleibt dem gebeutelten Mieter nurmehr auf die Straße zu gehen und seinen Unmut in die Welt zu brüllen.

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Lifestyle

Son of Hibachi

son-of-hibachi

Während die Marketingbeauftragten von Weber und Co nicht müde werden, teures HighTech-Equipment als Must Have für den Freund des archaischen Garens zu preisen, schlägt sich der einfache Isargriller mit weitaus banaleren Problemen durch die kulinarische Welt:

Wie lässt sich in erträglicher Zeit ordentlich Glut erzeugen, ohne dass der Grillmeister mit aufgeplusterten Backen beginnt zu hyperventilieren. Und was machen mit Rost, Gestänge und Restkohle, wenn der Hunger gestillt und der Abend zu Ende?

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