Sommerzeit? Winterzeit? Gleitzeit!

11.03.2019

Bald ist es wieder so weit, weil sich die europäischen Länder nicht auf eine gemeinsame Regelung einigen können, wir die Zeit wieder umgestellt. Zeitungen werden launige Berichte bringen, um mit wenig Aufwand wertvolle Seiten zu füllen.

In den sozialen Medien werden Memes geteilt, wird lamentiert, wird die Schuld an der eigenen Müdigkeit der Regierung zugeschoben. Ganz kurz wird aus "Merkel muss weg" ein "Zeitumstellung muss weg", da herrscht Einigkeit auf der Straße. Mit der Einigkeit ist schnell Schluss, wenn es darum geht, ob jetzt Sommer- oder Winterzeit bleiben sollen.

EMAZ hat sich dazu ein paar Gedanken gemacht und möchte einen neuartigen Vorschlag in die Diskussion einbringen.

Schon vor Jahren hat die Medizin heraus gefunden, dass die innere Uhr des Menschen nicht auf 24 Stunden eingestellt ist. Manche gehen schneller, andere brauchen schon mal zwei, drei Stunden mehr für einen Tag.

Die moderne Schlafforschung unterteilt die Menschen in Eulen und Lärchen. Also Frühaufsteher und Langschläfer. Traditionelle freut sich also der Langschläfer eher auf die Sommerzeit, dem Frühaufsteher hingegen dürfte die Winterzeit entgegen kommen.

Wie Ungerecht also, alle gemeinsam in ein 24 Stunden-Konstrukt zu pressen. Davon hat doch niemand was.

Dabei liegt die Lösung so nahe. Lasst den Lärchen ihre Winterzeit und den Eulen ihre Sommerzeit. Mit diesem einfachen Trick können beide in die gleiche Zeitzone geholt werden.

Mit diesem Konzept kann auch Schichtarbeit humanisiert werden. Man unterteilt die Arbeiter einfach in drei unterschiedliche Zeitmodelle und alle könnten zur selben Zeit beginnen. Und das jeden Tag. Dabei hätte dann zwar nicht jeder Tag die gleichen Stunden und würde auch nicht immer zur gleichen Zeit anfangen. Obwohl... eigentlich ja doch schon.

Auch Gleitzeit wäre denkbar. Wer dann unter der Woche mit seiner Zeit besonders gut haushaltet, hat am Wochenende dann schon mal ein oder zwei Stunden mehr. Wer etwa Montag bis Freitag in drei Tagen schafft, der hat dann eben einen Samstag mit 32 Stunden und behält 8 Stunden auf der hohen Kante. Falls mal wieder unangemeldeter Handwerkerbesuch ins Haus steht.

Daher: WEG mit den starren Zeitmodellen. HER mit flexibler Zeiteinteilung nach den individuellen Bedürfnissen des Einzelnen.

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