Senfgurke

17.07.2015

Steht die Gurkenernte an, wir es höchste Zeit, sich Gedanken über die Weiterverarbeitung des grünen Gemüses zu machen. Denn die Gurken wachsen schneller, als sie zu Salat verarbeitet werden können.

Ein Mittel der Wahl ist das Einmachen. Heute: Die Senfgurke

Da hätten wir einmal das Objekt der Begierde: Die Gurke.

Entgegen der europagenormten Einheits-Supermarkt-Gurke empfiehlt sich die selbstgezogene Gurke aus dem eigenen Garten. In diesem Falle dem Krautgarten.

Dazu ein paar Zutaten:

  • Gurke, 500 g
  • Branntweinessig, 40 ml
  • ein Lorbeerblatt
  • zwei Pfefferkörner
  • zwei Wacholderbeeren
  • 10 Gramm Senfkörner
  • 1,5 Esslöffel Zucker
  • 1 Teelöffel Salz

Die Zutaten werden kurz aufgekocht, dann wird die geschälte, entkernte und klein geschnittene Gurke hinzu gegeben und kurz mit gekocht. Sud und Gurke kommen anschließend in ein Einmachglas. Abkühlen lassen.

Einmachen

Ist das Glas mitsamt Inhalt einigermaßen abgekühlt, geht es ans Eingemachte. Oder vielmehr ans Einmachen. Das Glas wird etwa eine Viertelstunde im Wasserbad gekocht. Dabei dehnt sich die Luft im Glas aus und entweicht über den Gummiring. Kühlt das Glas anschließend ab, zieht sich die verbliebene Luft zusammen und erzeugt dabei ein Vakuum, das für die lange Haltbarkeit des Eingemachten mitverantwortlich ist. Und nebenbei dafür sorgt, dass der Deckel fest verschlossen bleibt.

Ist der Deckel nicht fest verschlossen, hat das Einmachen nicht funktioniert...

Abschließend: Vom Gefühl her kommt mir die Flüssigkeit, also die 40 ml Essig, etwas wenig vor. War aber die Menge, die in unterschiedlichen Rezepten aus Buch und Internet empfohlen wurde.

Ich werde berichten, ob das Experiment von Erfolg, respektive die Gurke mit Geschmack gekrönt sein wird.

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Foodporn

Bio-Shiitake Suppe

Bio-Shiitake Suppe

Nach dem Kochen steigt ein aufdringlicher Duft auf, der sich vor dem geistigen Auge direkt zu unangenehmer TCM-Medizin verdichtet.

Ein buntes Potpourri aus Lauch und Karotten sticht ins Auge. Und ja, Pilze lassen sich auch ausmachen.
Die Suppe selbst besticht durch ein süßliches Aroma, von dem sich anhand der Zutaten-Liste nicht erschließen lässt, wo der herkommen könnte.

Nimmt man denn frohen Mutes einen ordentlichen Löffel zu sich, hat man das Gefühl, in einen angewelkten Blumenstrauß zu beißen. Der ganze Mund ist voll mit undefinierbar geschmacklosem Pflanzeneinerlei. Auch den Pilzen ist jeder Geschmack abhanden gekommen.

Fazit: Die Suppe ist ein Relikt aus der Zeit, als Biokost vor allem gesund, nicht aber unbedingt ein kulinarischer Genuss zu sein hatte.

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