Schulz? Nein, Merkel!

15.02.2017

In meiner Timeline auf Facebook wird sich momentan einmütig auf den Kanzlerkandidaten der SPD eingeschossen.

Man könnte bald den Eindruck bekommen, Schulz wäre für alles Ungemach verantwortlich, das in diesem Lande tobt. Und nicht Merkel und die Union.

Man könnte bald den Eindruck bekommen, bis tief in linke Gefilde wird die Große Koalition mit einer schwachen SPD geliebt. Denn mit einer schwachen SPD ist kein Platz für Rot-Rot-Grüne Gedankenspiele.

Es ist mir ein innerliches Waterloo, den Schulz in Schutz zu nehmen. Doch meine politische Herausforderung sehe ich doch in der Union und rechts von ihr.

Oder soll hier ein schmutziger Wahlkampf eingeleitet werden? Soll auch hierzulande das Augenmerk auf die Fehler der Anderen und nicht auf die eigenen Positionen gelenkt werden?

Will man von den eigenen Defiziten Ablenken? Weil man selbst nicht davon überzeugt ist, die besseren Rezepte für die Herausforderungen der Zukunft zu haben?

Seid versichert, ich habe keine Wendung, keine Zumutung und keine Gemeinheit der SPD vergessen. Dafür steht die SPD seit ihrer Gründung mehr als viele andere Parteien.

Mögt ihr mich verdammen für meine offenen Worte, aber jammert im Herbst ja nicht über weitere vier Jahre Merkel.

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Lange wurde gerätselt, für was außer der Abschaffung des Euro die Alternative für Deutschland (AfD) steht.
Ein wenig Wirtschaftsliberalismus, um Wähler von der FDP abzugreifen. Ein wenig konservatives Gehabe um im Klientel der Union zu wildern.

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