Regional - ein dehnbarer Begriff

26.10.2018

Jeder hat so seine eigenen Vorstellungen davon, was unter "Regional" zu verstehen ist.

Auch ist die Vorstellung von "Regional" sehr von seinem Kontext abhängig, so dass manches "Regional" recht klar umrissen werden kann, ein anderes sehr dem individuellen Dafürhalten unterworfen ist.

Und schließlich gibt es auch das eine oder andere "Regional", das je nach Interessenlage recht unterschiedlich ausfallen kann.

Nehmen wir mal das "Regional" aus "Regionale Lebensmittel".

Als Verbraucher ist mir - also mir persönlich - daran gelegen, dass Lebensmittel möglichst kurze Strecken zwischen Erzeugung und Verbrauch zurückgelegen.

Der Liter Milch aus Hamburg gehört nicht dazu. Der Joghurt aus dem Mangfalltal, der in Polen pasteurisiert und in Italien homogenisiert wurde, gehört auch nicht dazu. Die Kartoffel oder der Kohl aus der Fasanerie hingegen ganz klar schon.

Als Erzeuger oder Händler von Lebensmitteln, zumal wenn ich mich in industriellen Größenordnungen bewege, wäre mir an einer recht großzügigen Auslegung von "Regional" gelegen.

Da ist ein Interessenkonflikt vorprogrammiert.

Tomaten? Tomaten sind ein gutes Beispiel. Jahrzehntelang haben wir Tomaten vorwiegend aus Holland bezogen. Immer mit dem Bewusstsein, dass holländische Tomaten nicht schmecken. Zumindest nicht nach Tomaten.

Ich denke, es wird auch ein großes Maß an Einigkeit zwischen Erzeuger und Verbraucher geben, dass von München aus Holland nicht direkt unter "Regional" fällt, wenn es um Tomaten geht. Tomaten lassen sich auch im süddeutschen Raum ganz hervorragend kultivieren.

Weil das so ist, ist meine Vorstellung an diesem Punkt schon eine recht enge. Und damit sind wir beim Interessenkonflikt. Für mich ist eine Tomate aus regionalem Anbau eine Tomate, die ich vom Strauch bequem mit dem Radl bis zum Tisch bringen könnte. Damit wäre mein "Regional" ganz gut eingegrenzt und würde in etwa bis zum Starnberger See reichen. Wollen mal nicht so sein und erweitern mein persönliches Tomaten-Regional auf ganz Oberbayern. Dann ist aber auch gut.

Nun liegen in meinem Einkaufskorb kleine, süße Cherry Romatomaten. Mit dem Hinweis, es würde sich um ein regionales Produkt handeln. Und zwar aus dem Rheinland. Da musste ich dann mal die Landkarte rauskramen und die Landkarte sagt mir, nein, das ist nicht "Regional". Zwischen "Regional" und Rheinland, da liegen ganz, ganz viele Kilometers dazwischen, auf denen man ganz wunderbare, regionale Tomaten finden kann.

Ne Leute, so kommen wir nicht zusammen.

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Subkultur

Geist

Mister

Ich soll jetzt also was über mich sagen? Weil das irgend wen interessiert? Das soll ich glauben?

Also gut. Ich werde oft gefragt, wie ich zu meinem Namen komme.

Der Name "Geist", also Geist wie Gespenst, kommt aus meiner Gruftiezeit... ach Quatsch, war ja nie ein Gruftie.

Eher so methaphysisch also. Inhaltsschwanger und philosophisch. Wär schön, sich mit sowas zu schmücken. Ist aber Unsinn.

Dann vielleicht religiös. So heiliger Geist und Dreifaltigkeit und so Sachen? Daraus ließe sich sicher was drehen. Gehört aber auch in das Reich der Sagen und Märchen.

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