Offene Hose

Dobrindt - Offene Hose

Dobrindt - Offene Hose

Wie wenn sich ein Bewerber im Bewerbungsgespräch möglichst total daneben benimmt, um einen Führungsposten zu bekommen.

30.10.2013

Spitzenpositionen sollten mit geeignetem Personal besetzt werden. Der Presse ist zu entnehmen, dass dies nicht für die kommende Regierung gelten wird.

Man bekommt den Eindruck, dass Herr Dobrindt mit aller Gewalt auf einen Ministerposten geschrieben werden soll.

Was in der Wirtschaft unabdingbar, sollte in der Politik selbstverständlich sein: Verantwortungsvolle Leitungsposten nur mit qualifiziertem Personal besetzen.

Dass dem nicht so ist, haben in der Vergangenheit manche Minderminister eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Etwa Die-Rente-ist-sicher-Blühm oder Reden-Sie-Deutsch-Westerwelle.

Es steht zu befürchten, dass auch das kommende Kabinett wenigstens einen Totalausfall in seine Reihen hebt: Alexander Dobrindt wird seit Tagen nicht nur von seinem Chef, dem Wendehorst, sondern vermehrt auch von Seiten der Presse als ministrabel präsentiert.

Vom Horsti ist man es gewohnt, dass er seine Bonner "Gurkentruppe" - ha ha, sehr passend diese Dobrindtzitat hier - gerne mit minder befähigtem Personal ausstattet.

Warum die Presse jedoch in dem ideologischen Scharfmacher und intellektuellen Kleingärtner plötzlich einen respektablen Anwärter für höhere Aufgaben sehen will, ist mir nicht ganz begreiflich.

Herr Dobrindt hat sich in der Vergangenheit vorwiegend mit flegelhaft peinlichen Eskapaden ins Licht der Öffentlichkeit gerückt.

Dem politischen Gegner gegenüber wird er gerne persönlich beleidigend. So bezeichnete er Christian Ude schon mal als „menschlich nicht geeignet“ und er habe „keinen Charakter“ (22.07.13) und Sigmar Gabriel sei "übergewichtig und unterbegabt" (22.02.12)

Ähnlich geschmacklos sein Umgang mit gesellschaftlichen Minderheiten. So bezeichnet er Homosexuelle als "eine schrille Minderheit". Hier spricht die hinterwäldlerische Engstirnigkeit des peißenberger Landbuben aus ihm.

Wird es inhaltlich politisch, dann vertritt er gerne mal abstruse Positionen. So "sehe [er] Athen schon 2013 nicht mehr in der Euro-Zone" (25.08.2012)

Oder er fordert "staatliche Gelder für die Linke zu streichen und ein Verbotsverfahren gegen die Linkspartei einzuleiten".

Die Wikipediaseite von Herrn Dobrindt liest sich wie die Geschichte eines ewiggestrigen Hasardeurs, der weder in der politischen Landschaft im allgemeinen, noch in seiner Heimat, der CSU, besonderes Ansehen oder Rückhalt genießt.

Und diese impertinente Person soll auf einmal für einen Ministerposten geeignet sein? Läuten da nicht bei Hannelore „Sie ist das faulste Ei der Politik“ Kraft alle Alarmglocken?

Plötzlich hätte er ein "angenehmes Wesen", sei im persönlichen Umgang freundlich und umgänglich. Wenn das mal nicht mit verklemmt und feige verwechselt wird.

Benimmt sich Otto-Normalbürger derart wie eine offene Hose und geht er mit solch strahlenden Referenzen in ein Bewerbungsgespräch, der Personalchef würde ihn mit dem Scheißebesen vom Hof jagen. Nicht so unsere angehende Große Koalition.

Mir schwant fürchterliches für die nächsten 4 Jahre.

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