NSU Morde: Der Verfassungsschutz und der Zufall

Fight Nazis
23.02.2015

Der NSU mordet und der Verfassungsschutz sitzt nebenan.

Alles rein zufällig, will man uns glauben machen. Auch eher zufällig, dass die Tatsache ans Licht gekommen ist.

Eigentlich sollte ja niemand erfahren, dass der Verfassungsschutz vom Nachbartisch zusah, wenn der NSU zur Tat schritt.

"Eine Schlüsselrolle im NSU-Komplex spielt offenbar der Verfassungsschützer, den die Fahnder im April 2006 im Visier hatten" bemerkt die Welt und er blieb unbekannt oder unentdeckt, "bis ihn die Polizei anhand von Computer-Daten identifizierte."

Die Information war also aus Sicht des Verfassungsschutzes nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Nachdem sich die Tatsache nicht mehr verheimlichen liess, schickte man sich an, zu verbreiten, der Mann sei privat oder rein zufällig oder irgendwie aus Versehen anwesend gewesen.

Bereits im September 2012 hatte ich angemerkt, dass es mir schwer falle zu glauben, dass ein Verfassungschutzmitarbeiter justament zum Zeitpunkt des Mordes in Kassel rein zufällig im Café nebenan sass.

Um meine Ungläubigkeit ein wenig zu veranschaulichen, möchte ich ein paar Zahlen zu Rate ziehen:

Die NSU Mordserie erstreckt sich über 9 Jahre. Das sind über den Daumen gepeilt 2000 Tage. In Deutschland gibt es um die 10.000 Cafés. Das heisst, der betreffende Verfassungswichtel hatte um die 20.000.000 Möglichkeiten, sich in einem Café aufzuhalten. Und das in 76 Großstädten. Ich würd’ mal sagen, dass selbst wenn die Stellenbeschreibung beim Verfassungsschutz lautete, täglich mindestens 8 Stunden dienstlich und weitere 8 in Bereitschaft in Cafés zu verbringen und der betreffende Mitarbeiter anschließend noch privat einen Espresso aushäusig zu sich zu nehmen pflegt, bleibt die Wahrscheinlichkeit, genau zum Zeitpunkt des Mordes nebenan zu sitzen, so verschwindend gering, dass ich mich für meine Ungläubigkeit nicht schämen muss.

Betreffender Verfassungswichtel hat es nicht für nötig befunden, irgendwen davon zu unterrichten, dass er in der Nachbarschaft des Tatorts verweilte. Das wurde erst im Laufe der polizeilichen Ermittlungen ruchbar.

In diesem Zusamenhang meinte ein guter Freund: „leider wundert mich das gar nicht mehr.“ Dem muss ich entgegnen: „Deine Verwunderung in Ehren... ich würd' eher sagen: Langsam würde ich mich wundern, wenn's anders wäre.“

Ein Blick auf weitere Gegebenheiten im Umgang mit rechtslastigen Vorkommnissen, deren Aufklärung - respektive Vertuschung - und deren Verquickung mit Staat und Verfassungsschutz lässt frieren:

Ein NPD Verbotsverfahren kann nicht durchgeführt werden, weil sich der Verfassungsschutz weigert, V-Leute abzuziehen und sich die Bundesregierung weigert, offenzulegen, inwieweit sie - respektive der Verfassungsschutz - in die rechte Szene verstrickt ist.

Die Wiederaufnahme der Ermittlungen zum Oktoberfestattentat von 1980 wird hintertrieben, indem von Seiten der Regierung wichtige Akten unter Verschluss gehalten werden.

Aber das nur am Rande...

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CDU

Bildung is a Wanka

Gerader Rücken

Uiii, wo haben sie denn die ausgegraben? Gut, und mit Recht gut, hat sie sich bislang versteckt gehalten.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob Frau Wanka schon mal was von der Bildungshoheit der Länder gehört hat. Sollte sie doch, sollte sie auch wissen, dass sie als Bundesministerin da gar nichts mitzureden hat.

Aber das ist nicht das Thema. Zerpflückt soll sie werden und das anhand ihrer eloquenten Art Plattitüden ungebremst in die Freiheit zu entlassen.

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