Kohleausstieg? Nicht mit uns!

18.07.2019

Der Münchner Bürger hat beschlossen: Ausstieg aus der Kohleverfeuerung ab 2022.

Der Stadtrat so: Ha ha ha! Was interessiert uns der Bürgerwille.

Vielleicht ein bisschen CO2 reduzieren. Das ja. Aber ein Ausstieg? CSU und SPD sagen nein, kommt nicht in Frage. Schließlich läuft das Kohlekraftwerk rentabel. Da müssen Bürgerwille und Umwelt eben etwas zurückstecken. Bis wenigstens 2028 sollen die Schlote weiter rauchen.

Alle Welt redet von Klimaschutz und dass es mehr als höchste Zeit ist, Anstrengungen zu unternehmen, wo es nur geht. Der Stadtratsmehrheit ist das scheißegal.

Arrogant und hochmütig schallte es einem entgegen: "Die Münchner können ja zur Stadtratswahl 2020 ihren Willen kundtun" (Richard Quaas - CSU).

Man möchte zurück brüllen: Du Affenarsch, die Münchner haben ihren Willen bereits kund getan. Laut und deutlich. Habt ihr Bohnen in den Ohren?

Der Bürgerentscheid zum Kohleausstieg ist nicht der erste Bürgerentscheid, der gegen die Interessen des Stadtrates ausgefallen ist. Es gehörte jedoch bislang zum guten Ton, dass sich trotzdem an das Ergebnis der Abstimmung gehalten wurde. Diesen gesellschaftlichen Konsens kündigen SPD und CSU hiermit auf.

Es steht zu hoffen, dass die Wähler das 2020 nicht vergessen haben. Nicht die Flügel streichen und in Politikverdrossenheit verfallen. Auf zu den Wahlurnen und dieser Arroganz der Macht einen klaren Denkzettel verpassen. Parteien, die so offensichtlich am Wählerwillen vorbei agieren, haben es nicht verdient die Geschicke einer Stadt zu lenken.

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Tomaten

Tomatenbrutkasten

Tomatenbrutkasten

Sonne mögen sie, wird einem gesagt. Je mehr, desto besser. Also legte ich sie jahrelang auf die Fensterbank, direkt in die Sonne.

Ich wunderte mich, ich war oft enttäuscht... die grünen Tomaten wurden nicht rot. Sie trockneten aus, sie verfaulten.

Alles falsch, so weiß ich heute. Licht und Sonne haben keine Auswirkung auf das Nachreifen noch junger Tomaten.

Grüne Tomaten mögen es warm, 16 - 25°C sind optimal, und dunkel darf es sein. Sie sollten sich nicht berühren, da sonst schnell Druckstellen und Fäulnis entstehen. Als Behältnis eignet sich ein Karton. Ich bevorzuge eine geräumige Schublade. Als Unterlage eignen sich Zeitungspapier oder ein flauschiges Handtuch. Vielleicht einen Apfel dazu packen, denn Äpfel gasen Ethylen, aus, das den Reifeprozess beschleunigt.

Warum der Aufwand? Grüne Tomaten enthalten Solanin und rote nicht. Solanin ist giftig und das mag man nicht.

Also ab mit den unreifen Tomaten in den Tomatenbrutkasten.

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