Klimawandel? Ein Problem anderer Leute.

21.06.2018

Seit Jahren... seit Jahrzehnten diskutieren Politiker Land auf und Land ab über Klimawandel, über CO2 Ausstoß und was dagegen zu tun sei. Für gewöhnlich kommen sie zu dem Ergebnis, dass durchaus was dagegen zu tun sei, dass man auch was dagegen tun wolle, dass man zu guter letzt aber nichts dagegen tun wird.

Da korreliert das Verhalten der Politik sehr mit dem Verhalten der Gesellschaft. Wenn man nicht gerade ein Jünger der Fake News ist, dann ist einem schon sehr bewusst, dass da was zu tun ist. Und? Tut dann trotzdem nichts.

In der Zeit ist nun zu lesen, dass einfaches Reduzieren von Treibhausgasen bald nicht mehr reichen wird. Dass wir uns überlegen müssen, wie wir den Dreck, den wir in die Atmosphäre pumpen da auch wieder raus bekommen.

Was mich an der Sache ein wenig ärgert ist, dass die Mühen und der Verzicht vieler Mitmenschen, die doch was tun, für die Katz sind, weil es viel viel mehr Menschen am Arsch vorbei geht, wie es um die Umwelt bestellt ist und wie Kinder und Enkel dereinst leben werden.Tröstlich allein die  Tatsache, dass sich die Kinder und Enkel genau so arschig verhalten werden. Tröstlich? Jetzt bin ich wohl ins zynische gerutscht.

Kommentar auf Facebook:
"Ich stimme dem ja grundsätzlich zu. Aber wenn ich mit den Öffis in die Alpen will, muss ich eine halbe Weltreise in Kauf nehmen. Da ist es einfacher, von München aus die Berge zu erreichen!"

Man könnte jetzt natürlich ein paar ketzerische Fragen stellen.

So was wie, warum muss man als Städter in die Alpen fahren?
Oder warum geht das nicht mit den Öffis? Oder mit dem Rad?
Man könnte auch ins Feld führen, dass jeder Autofahrer einen ganz individuellen Grund parat hat, warum gerade er nicht auf das Auto verzichten kann.
Man könnte dann folgerichtig fragen, aus welchem Grunde denn andere auf das Auto verzichten sollten, wenn man es selbst nicht will.
Man könnte allerdings auch in sich gehen und den eigenen Beitrag zum Klimawandel zu hinterfragen.

Und bevor jetzt jemand fragt, nein, ich bin kein Heiliger und mein CO2 Fußabdruck ist ein enormer. Aber ich bin bestrebt, jeden Tag ein bisschen besser zu werden. Und ich bin bestrebt, meine eigenen Ausreden zu hinterfragen und meinen eigenen Schweinehund nieder zu ringen. Und ich weiß, der Weg ist ein langer, steiniger. Aber wenn wir uns nicht alle auf den Weg machen, dann wird der Moment kommen, wo es keinen Weg mehr gibt...

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Hier wird nur Scheiss gemacht

40 - 50 Jahre wenigstens tät es dauern, bis die Atomruine in Fukushima zurück gebaut sei. Wenn alles gut geht.

Wenn etwas daneben geht vielleicht ein paar hunderttausend Jahre mehr. Aber darauf kommt es dann auch nicht mehr an.

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