Kartusche mit Müll

18.08.2016

Gelegentlich verlangt der heimische Drucker nach frischer Farbe. Einst flüssig in zigarettenschachtelgroßen Gebinden, wird der begehrte Buntstoff heutzutage in beachtlich großen Einheiten auf den Markt gebracht.

Wobei das eigentlich beachtliche weniger die handelsüblichen Kartuschen, vielmehr die voluminösen Verpackungs- und Füllmaterialien sind, die man eigentlich gänzlich unerwünscht mitgeliefert bekommt.

Neben Karton, Schutzkokon, luft- und lichtdichter Tüte, sowie einer Extraschutzleiste nimmt sich der Pigmentbehälter recht bescheiden aus.

Mitunter drängt sich der Verdacht auf, dass je eindringlicher vor der zunehmenden Vermüllung der Umwelt und der Meere gewarnt wird, desto mehr Energie wenden die Industrienationen dazu auf, auch die letzten Nischen mit den langlebigen Erdölprodukten vollzustopfen.

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Münchner Freiheit

Schwabinger Krawalle

Oli Nauerz

So manch einer denkt bei "Schwabinger Krawalle" an die 68er Studentenunruhen. Doch gefehlt. Das Eine hat mit dem Anderen recht wenig zu tun.

Zwar hat beides im Münchner Stadtteil Schwabing sein Epizentrum. Die "Schwabinger Krawalle" allerdings bereits 1962, die Studentenunruhen jedoch erst um 1968 herum.

Während die 68ern vorwiegend Studenten waren, beteiligten sich an den "Schwabinger Krawallen" von Beginn an Jugendliche aus allen Bevölkerungsschichten. Während die 68er politisch motiviert waren, entlud sich 62 ganz einfach der angestaute Frust über Obrigkeit, Willkür und Polizeigewalt.

Gelegentlich wird an die Krawalle erinnert. Seit 2012 mit größeren Veranstaltungen an der Münchner Freiheit.

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