Kampfdrohne Harop oder kurz V3

Pfui Spinne
01.05.2012

Das ist doch mal wieder eine Meldung: Über 60 Jahre nach dem Einsatz der V1 soll das Deutsche Militär mit einem technisch wesentlich ausgereifteren Mordinstrument ausgerüstet werden. Die Kampfdrohne Harop soll das Hightech-Equipment ergänzen und Deutschland auf dem internationalen Spielfeld wieder ins Geschäft bringen.

Die Unzulänglichkeiten des Urvaters der Marschflugkörper, geringe Zielgenauigkeit und keine Steuerung, sind durch technische Innovationen beseitigt. Als besonderes Gimmick liefert ein begleitendes "Kleinfluggerät Zielortung/KZO" medial verwertbare Filmaufnahmen von Erfolg und Misserfolg der jeweiligen Harop-Mission.

Die Steuerung der Harop erfolgt mit Joystick und Monitor. Ganz so wie es der moderne Spielefreak gewohnt ist. Das eröffnet ein weites Feld für Counter Strike spielende Amok-Anwärter. Sozial ausgegrenzte Freaks können einer gesallschaftlich-militärischen Verwertung zugeführt werden.

Natürlich ist es grundfalsch hier eine Linie zu der unsäglichen V1 herzustellen. Auch der Begriff Kampfdrohne erweckt falsche und negativ besetzte Assoziationen. Es handelt sich dabei ja nicht um blinde Mordinstrumente unter der Zivilbevölkerung zu leiden haben. Praxistest der "Wirkmittel zur abstandsfähigen Bekämpfung von Einzel- und Punktzielen" haben bereits ergeben, dass sich etwa Punktziele innerhalb Hochzeitsgesellschaften nachhaltig ausschalten lassen. Mitsamt der ganzen Hochzeitsgesellschaft. Sozusagen gleich mit einem präventiven Charakter für folgende Generationen (die es ensprechend nicht mehr geben wird).

Was dem einen hier minimalinvasiver chirurgischer Eingriff, ist dem anderen schlicht Kamikaze.

Noch ein Aspekt, der nicht vergessen werden will: Der defensive Charakter der Bundewehr. Art 87a GG: Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf.

Dass Verteidigung auch Vorneverteidigung am Hindukusch bedeuten kann, hat uns Herr Struck seiner Zeit schon glaubhaft versichert. Mit dem neuen "Wirkmittel" wird diese Vorneverteidigung einfach noch ein bischen weiter nach vorne verlegt... und heute gehört uns Deutschland und morgen die ganze Welt...

Ich glaub, mir wird schlecht!!!

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Syriza

Torsten Henke: Die Suppe auslöffeln

torsten-henke

Alexis Tsipras hat mit seiner Syriza erneut die Mehrheit der Wähler hinter sich scharen können.

Die Wahllokale haben noch nicht richtig geschlossen, da geht auch schon das Tsipras-Bashing in die nächste Runde.

Besonder unqualifiziert hat sich Torsten Henke für die Abendzeitung aus dem Fenster gelehnt.

Wer sich so weit lehnt, muss damit rechnen, nass zu werden. Also lasst ihn uns nass machen.

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