Jugendkulturen

03.05.2012

Schon immer haben sich ehemalige Protagonisten der verschiedenen Jugendkulturen aufgerafft, Materialien aus vergangenen Tagen zusammen zu tragen. Sei es, um das Bild in der Öffentlichkeit zurecht zu rücken, sei es, um nostalgisch in der einst so wilden Zeit zu schwelgen oder sei es, um einen archivarischen Beitrag zur eigenen Geschichte zu leisten.

Während manche Epochen gut dokumentiert werden und auch in der Öffentlichkeit ihren Platz gefunden haben, bleibt es schwierig, zu manchen Ausprägungen der Jugendkultur Informationen zu finden.

Liegt die Zeit der betreffenden Jugendkultur lange genug zurück, wird das Thema gerne von den etablierten Medien aufgenommen und selbst in Fach-, Diplom- oder Doktorarbeiten behandelt. Kaum ein Sender der nicht schon mit irgendwelchen Dokumentationen über die Studentenunruhen der 60ger oder der damit eng zusammenhängenden Hippiekultur aufgewartet hat. Sind doch die Zeitgenossen dank Alter, Position und finanzieller Mittel in der Lage, die Zeit medienwirksam auf zu arbeiten.

Auch jüngere Jugendkulturen, wie HipHop oder die Techno-Kultur, finden oft und gerne Beachtung. Verspricht sich doch die Unterhaltungsindustrie ein kaufkräftiges Klientel.

Eher stiefkindlich hingegen wird die Jugendkultur von Punk und Hardcore behandelt. Weder gibt es etablierte, finazkräftige Kreise aus der Szene, noch verspricht sich die Industrie einen kapitalen Vorteil.

Jugendkulturen

Umso beachtlicher ist das Engagement einzelner, immer noch der Do it yourself Idee verpflichteter Aktivisten, die sich die Mühe machen, Fotos, Filme, Fanzines und Tonträger aus Kellern auszugraben und von Dachböden zu holen, um sie zu archivieren und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Neben den emaz-eigenen Veröffentlichungen soll hier auch auf andere Projekte hingewiesen werden:

Eine beachtliche Foto-Sammlung hat Karl Nagel zusammengetragen: www.punkfoto.de

Archiv der Jugendkulturen

Das Archiv der Jugendkulturen hat mittlerweile einen Bestand von mehr als 20.000 Fanzines zusammengetragen. Vor Ort können die Fanzines eingesehen und kopiert werden.

Den Augenmerk auf die Münchner Szene richtet Punk in München. Die Betreiber dieser Webseite haben entscheidend zur Realisierung des Filmprojekts Mia san dageng! Punk in München beigetragen.

Zuletzt sei noch unsere Partnerseite vom Lärmkessel erwähnt. Hier finden sich ein paar als E-Book aufbereitete Hefte. Der Bestand soll erweitert werden.

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Trailer

Mortal Engines: Krieg der Städte

Städte fressen Städte

"Mortal Engines" spielt in einem postapokalyptischen England. Riesige Städte rollen auf Rädern durch die zerstörte Landschaft. Sie jagen kleinere Städte, um sich Ersatzteile, Treibstoff und Arbeitskräfte zu sichern - Das kann man im ersten Trailer des Films sehen.

Der Film basiert auf Philip Reeve's 2001er Jugendroman, der die Abenteuer von Tom Natsworthy, einem drittklassigen Lehrling der Gilde der Historiker aus der Stadt Salthook, erzählt. Toms Abenteuer beginnt, als sein Zuhause buchstäblich von der Stadt London verschlungen wird.

Mortal Engines ist der erste Spielfilm von Regisseur Christian Rivers, der seine Karriere mit Storyboards und visuellen Effekten in Peter Jackson Produktionen begonnen hat. Er war am zweiten Teil in der Hobbit-Trilogie beteiligt, sowie an King Kong (2005). Der größere Name im Hintergrund ist zweifellos Peter Jackson, der mit seinen langjährigen Mitarbeitern Fran Walsh und Philippa Boyens "Mortal Engines" produziert und geschrieben hat.

Im Film spielt Robert Sheehan (Misfits) die Rolle des Tom Natsworthy. Mit dabei sind Hugo Weaving und Hera Hilmar.

Mortal Engines
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