Herumgondeln

24.07.2018

Eine Seilbahn in München? Der erste Reflex: Was soll denn der Blödsinn. Weder haben wir Berge, deren Anhöhen es zu überwinden gilt, noch stehen Seilbahnen für schnelle Personenbeförderung. Eine Schnappsidee also.

Bei genauerer Betrachtung gewinnt die Idee allerdings zunehmend an Reiz.

So wie eigentlichen allen alternativen Verkehrskonzepten, hat auch die innerstädtische Seilbahn einen zweiten Blick verdient.

Sieht man sich die Fläche an, die sich aktuell Autos, Fußgänger und Radfahrer teilen, wird jenseits jeder Ideologie schnell klar, die Fläche ist begrenzt. Also nicht nur begrenzt, sondern ausgereizt.

Weitere Buslinien oder Trambahntrassen sind nur auf Kosten der übrigen Verkehrsteilnehmer möglich. Eine weitere Untertunnellung für U Bahn, S Bahn oder den Autoverkehr kaum möglich, extrem kostspielig und hat allerorten mit der Akzeptanz der Bevölkerung zu kämpfen. Eine Seilbahn könnte hier beinahe platzneutral als Ergänzung fungieren.

Auf kurzen Strecken nehmen sich die vergleichsweise gemütlichen 30 Kilometer in der Stunde, die so eine Seilbahn erreichen kann, recht flott aus. Schneller als zu Fuß ist das allemal. Auch schneller als so mancher Radler. Und selbst dem Autofahrer im Berufsverkehr überlegen, der steht für gewöhnlich eh im Stau.

Werden Seilbahntrassen mit Weitblick geplant, können sie Lücken im öffentlichen Nahverkehr füllen, für die der MVV bis heute keine Lösung gefunden hat. Nehmen wir als Beispiel die Verbindung von Milbertshofen - neudeutsch auch Schwabing Nord genannt - und Moosach. Hier hat der geplagte MVV Nutzer die Möglichkeit mit der U Bahn zunächst in die Stadtmitte und dann wieder raus zu fahren. Oder er pendelt mit dem Bus durch die Gegend rund um den Ring. Umsteigen und Wartezeiten jeweils inklusive. Da braucht man zu Fuß kaum länger. Um wieviel schneller und angenehmer wäre da eine Seilbahn über dem Ring.

Ich weiß jetzt nicht, von welcher Seite die Idee in jüngster Zeit an die Öffentlichkeit getragen wird. Ganz neu ist sie jedenfalls nicht. Die Grünen haben dazu in der Vergangenheit schon Gedankenspiele angestellt.

comments powered by Disqus

von der Leyen

Flintenuschi und die Sache mit der Geschichte

Hasta La Vista, Uschi

Lautstark beharrte Flintenuschi darauf, dass man sich nicht mit der Vergangenheit beschäftigen solle. Man müsse nach vorne blicken und da störe der Rückblick nur.

Wem darauf das Zitat "Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen" in den Sinn kommt, bekommt eine Ahnung davon, welche Gefahr von dieser Verteidigungsministerin ausgeht.

A ? B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Z