Heraus zum 1. Mai

Europa neu starten

Europa neu starten

01.05.2014

Wozu brauchen wir Gewerkschaften? Ist das nicht ein überkommenes Modell aus dem letzten, vielleicht sogar vorletzten Jahrhundert?

Genauso gut - oder mit noch mehr Berechtigung - könnte die Frage heißen: Brauchen wir noch Fabriken und Konzerne, die ihre Gewinne auf Kosten der Werktätigen Bevölkerung maximieren. Sind die nicht auch überkommene Modelle? Und das schon von Anfang an?

Was kann die Gewerkschaft für mich tun?

Viele Arbeitnehmer stellen sich diese Frage gar nicht mehr. Und noch viel weniger die Frage: Was kann ich für die Gewerkschaft tun.
Sie lehnen sich zurück und nehmen Lohnerhöhungen, sichere Arbeitsplätze, Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung und und und als von Gott oder besser noch vom fürsorglichen Aktieninhaber gegeben.

Die Geschichte des 1. Mai

Da verwundert es nicht, wenn zum Auftakt der 1. Mai-Kundgebung in München zunächst erklärt wird, was es mit dem 1. Mai eigentlich auf sich hat. Und was die Gewerkschaften damit zu tun haben und für was die Gewerkschaften überhaupt gebraucht werden.
Obwohl, ein bisschen verwundert es schon, wenn Gewerkschaftler Gewerkschaftlern erklären, warum sie Gewerkschaftler sind. Und warum sie auf einer Kundgebung stehen und nicht ins Grüne gefahren sind.

Anarchistische Wurzeln

Der 1. Mai Umzug führte an einem kleinen Häufchen Anarchisten vorbei. Fahnen der FAU, Transparente, die auf einen ominösen "Haymarket Riot" hinwiesen. In den Gesichtern des Gewerkschaftsumzuges war Verwunderung, Unverständnis oder das Lächeln des Mitleides zu sehen. Zusammengefasst: Unwissenheit. Denn die Ursprünge des 1. Mai sind weder im gewerkschaftlichen Umfeld, noch in den Reihen der Sozialdemokraten zu suchen. Die Ursprünge sind auf die einstmals starke anarchistische Bewegung zurückzuführen. Das wird gerne mal vergessen.

Freie ArbeiterInnen Union

Freie ArbeiterInnen Union

Eigentlich

Ja, eigentlich wollte ich hier keine Geschichtsstunde abhalten. Eigentlich wollte ich auf die fragliche Tradition der gewerkschaftlichen Beliebigkeit eingehen.

Gewerkschaft im Wandel

Noch vor wenigen Jahren (wahr es 2013?) hat ein Christian Ude auf dem Marienplatz ein Pfeifkonzert über sich ergehen lassen müssen, als er Leiharbeit in städtischen Betrieben verteidigt hat.
Dieses Jahr, ein neuer Oberbürgermeister in München und offenbar auch gewandelte Gewerkschaften. Dieter Reiter hat Leiharbeit - wenn auch nur in "begründeten" Ausnahmefällen - ebenfalls verteidigt. Und... hat tosenden Beifall von den Gewerkschaftlern geerntet.

Dieter Reiter

Dieter Reiter

Gute Arbeit. Soziales Europa.

Das mit der Guten Arbeit - die eine Hälfte des Mottos 2014 - wäre also abgehakt. Lieber kuschen, als der SPD in Stadt und Bund mitzugeben, was sie in den jeweiligen Regierungen zu tun hat.

Politik ist nicht Sache der Gewerkschaften

Gesellschaftliche Themen, die die Menschen bewegen und betreffen. Themen, die über kurz oder lang unser aller Leben verändern - und ich meine hier nicht zum Besseren - können. Ausgeblendet oder kleingedruckt im Nachsatz.
"Nach Jahren der Deregulierung machen sich Politik und Gesellschaft endlich auf den Weg zu einer Neuen Ordnung der Arbeit", so liest es sich im Aufruf des DGB. TTIP und totale Deregulierung aller Märkte, so schallt die Realität zurück.
Wo da hinführt? Wenn die Gewerkschaften nicht mehr fordern, sondern sich raushalten, wird Lobbypolitik der Wirtschaft die Oberhand behalten. Mit Solidarität ist nicht zu rechnen.

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Varoufakis

Geist

Mister

Ich soll jetzt also was über mich sagen? Weil das irgend wen interessiert? Das soll ich glauben?

Also gut. Ich werde oft gefragt, wie ich zu meinem Namen komme.

Der Name "Geist", also Geist wie Gespenst, kommt aus meiner Gruftiezeit... ach Quatsch, war ja nie ein Gruftie.

Eher so methaphysisch also. Inhaltsschwanger und philosophisch. Wär schön, sich mit sowas zu schmücken. Ist aber Unsinn.

Dann vielleicht religiös. So heiliger Geist und Dreifaltigkeit und so Sachen? Daraus ließe sich sicher was drehen. Gehört aber auch in das Reich der Sagen und Märchen.

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