Glyphosat? Kann man so sehen, Herr Alois Sepp,

10.12.2017

muss man aber nicht.

Man kann sich wundern über die Aufregung über Politiker, die betrügen, hintergehen, sich nicht an Vereinbarungen und Gepflogenheiten halten, die gekauft sind und den Wähler für dumm verkaufen. Man kann sich aber auch darüber wundern, warum solche Politiker nicht geteert und gefedert zum Teufel gejagt werden.

Sie jedenfalls, Herr Sepp, finden es knorke, wenn ein Politiker mal auf den Tisch haut und eine Entscheidung gegen ... ja gegen was eigentlich?

Eigentlich gegen alles, was so vorstellbar ist. Gegen die Menschen, weil Glyphosat gesundheitsschädlich ist. Gegen die Umwelt, weil das Gift auch Nutzpflanzen und Tiere hinwegfegt, in den Boden sickert und ins Trinkwasser geht. Gegen den Koalitionspartner, weil der Glyphosat nie zugestimmt hätte. Gegen das Gebot der Zurückhaltung, dem eine komissarische Regierung verpflichtet ist. Gegen den Willen seiner Chefin, Angela Merkel. Gegen die Vernunft, weil die Vernunft sagt, die Gründe gegen Glyphosat sind gewichtiger und mehr als die dafür.

Denn dafür spricht eigentlich nur die Profitgier von Monsanto/Bayer.

Ich habe letztens eine Reportage gesehen, da haben sich Probanden vor lauter Langeweile selbst schmerzhafte Stromschläge zugefügt. Ihnen waren Schmerzen lieber, als wenn nichts passierte. Ihre Aussage, Herr Sepp, stößt in die gleiche Kerbe. Besser es werden schmerzhafte, unsinnige, gefährliche Entscheidungen getroffen, als wenn nichts passierte. Diese Haltung ermöglicht die AfD, diese Haltung hat uns Schröder und Harz IV beschert.

Herr Sepp, jetzt frage ich sie, denken sich auch mal nach, bevor sie solche Leserbriefe schreiben?

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Dänemark

Gullibaum - Rødby 2014

Gullibaum

Hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen... 

Versteckt sich hier ein Baum in der Kanalisation? Nein. Das war vielmehr so: Baumschützer wollten den Baum vor drohender Asphaltierung retten. Findige Asphaltierer dachten sich, lasst uns einfach einen Gulli drum rum machen.

Als der Weg ordentlich versiegelt war, stellten die Fachleute fest, dass es gar nicht so einfach ist, einen Baum dazu zu bewegen, sich einen Gulli anlegen zu lassen. Weder über das Wurzelwerk, noch über die Krone wollte sich das Gereif ziehen lassen. Die Lösung: Den Baum absägen, den Gulli setzen und dann...

Das hat nicht ganz so gut geklappt und dann haben alle zusammen das Interesse an der Sache verloren.

So geschehen in Rødby 2014.

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