Genug zum Leben

Peanuts

Die Peanuts von Hartz IV

23.10.2010

'Fünf Peanuts für die Armen' titelt die Süddeutsche Zeitung dieser Tage.

Unter Peanuts ist seit Jürgen Schreider und Hilmar Kopper eine Summe von etwa 50 Millionen DM, in Euro folglich 25.564.594.-, zu verstehen.

Das wird ein Fest für Hartz IV Empfänger.

Das darf doch nicht wahr sein, ein jeder Hartz IV Empfänger erhält nun monatlich mehr als fünf mal 25 Millionen Euro mehr. Sind denn 350.- nicht genug? Können die denn den Hals nie voll bekommen?

Was sollen da die Manager der Hypo Real Estade sagen? Mit gerade mal einmal 25 Millionen sollen sie abgespeist werden. Und das bei einem sozialhilfeverdächtigem Jahresgehalt von 500.000.- €. Und: Den Bonus müssen sie auch noch untereinander teilen.

Oh, halt, das war doch anders gemeint. Die geschätzten 6 Millionen Hartz IV Empfänger sollen sich die 25 Millionen teilen. Das wären dann weniger als 5.- € pro Nase. Da wird die Regierung noch einmal spendabel: Auf 5.- Euro wird aufgerundet.

HeissaJuchee, ich seh schon die ganzen Langzeitarbeitslosen, wie sie in die Karibik fliegen und UNSER Steuergeld verprassen.

Und weil wir gerade von Geld sprechen: Auch um Peanuts scheints an der Atomfront zu gehen. Einen ganzen Sack voll Peanuts. Da wird nicht mehr von Millionen gesprochen, da gehts um Milliarden.

So mal ins Blaue gesponnen: Erst gehen Millionen, wenn nicht Milliarden an Steuergeldern in die Atomforschung. Dann werden weitere Millionen und Abermillionen ausgegeben, um den Dreck gegen den Willen der Bevölkerung durchzudrücken. In Brokdorf, Wackersdorf und anderswo. Auch Entsorgung, Wiederaufbereitung, Zwischenlagerung und Endlagerung verschlingen Euro um Euro.

Doch nicht etwa die Betreibergesellschaften kommen dafür auf, nein, es ist der Steuerzahler.

Dafür erzählen uns die Betreiber eins vom billigen Strom. Kann jeder an seiner Rechnung nachvollziehen, das Märchen vom billigen Strom.

Wenn jetzt eine Regierung ein wenig davon zurück haben will, so in Form von Brennelementesteuer, dann jammern die Bonzen. Alles unrentabel. Da müssen wir Kernkraftwerke stillegen, weil unrentabel.

Und die Regierung rudert zurück. Warten wir noch ein weilchen, dann legen Merkel und Co noch ein paar Kröten drauf, damit die Meiler weiterlaufen.

Wundert sich noch wer über die Politikverdrossenheit der Bevölkerung? Ja?

Dann vielleicht noch dieses:

Während in Deutschland die Medikamentenpreise so hoch wie nirgends sonst in Europa sind und damit vor allem die gesetzlichen Krankenkassen mit ihren Beiträgen nicht über die Runden kommen, greift der Herr Gesundheitsminister zum althergebrachten Werkzeug: Schröpft die Abhängigen!

Beiträge rauf, Zusatzzahlungen rauf, Begrenzung der Zusatzzahlungen weg. Und ganz nebenbei wird der Arbeitgeberanteil eingefroren. Weitere Steigerungen also ausschließlich auf dem Rücken der Versicherten. (War das nicht mal eine klare Sache, daß die Gesundung des Arbeitnehmers im Interesse des Arbeitgebers ist? Und somit der Arbeitgeber da seinen Beitrag zu zuleisten hat?)

Jetzt wundert sich die Regierung ob der schlechten Umfragewerte. Das sei jedoch nicht gar so schlimm, man müsse dem Wähler nur richtig verkaufen, daß der ganze Schwachsinn gut für ihn ist.

Und: Bis zur nächsten Wahl ist noch eine weile hin. Bis dahin hat die Bevölkerung eh vergessen...

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