Tigerschnegel

06.06.2018

Der Tigerschnegel, jenseits der Gartenszene eher unbekannt, wurde letztes Jahr als DER große Fressfeind der gemeinen Wegschnecke gefeiert.

Eine Familie Tigerschnegel im Gemüsebeet und der Schneckenfraß hätte ein Ende.

Weit gefehlt Leute. Nur weil die getigerte Schneckenart im Laborversuch heißhungrig über ihre kleineren Artverwandten hergefallen ist, ist das in freier Wildbahn noch lange nicht so. In friedlicher Koexistenz vergehen sich alle Schleimer gemeinsam an Salat und Kohlrabi.

Ich kann natürlich nicht sagen, ob die Nachtaktiven Tiere bei Dunkelheit zu reißenden Bestien werden. Dazu fehlt mir die Geduld. So lange sie jedoch Grünfutter finden, scheint sich ihr Verlangen nach Fleisch in Grenzen zu halten.

Auch wurde kolportiert, der Mollusk sei selten und man müsse sich Eier im Internet bestellen, um eine erwähnenswerte Population zu erhalten. Das kann ich aus eigener Beobachtung nicht bestätigen. Zwischen den Salatpflanzen und unter Brettern tummeln sie sich als gäbe es kein Morgen.

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Einstürzende Musikantenstadl

Schwabinger Krawalle

Oli Nauerz

So manch einer denkt bei "Schwabinger Krawalle" an die 68er Studentenunruhen. Doch gefehlt. Das Eine hat mit dem Anderen recht wenig zu tun.

Zwar hat beides im Münchner Stadtteil Schwabing sein Epizentrum. Die "Schwabinger Krawalle" allerdings bereits 1962, die Studentenunruhen jedoch erst um 1968 herum.

Während die 68ern vorwiegend Studenten waren, beteiligten sich an den "Schwabinger Krawallen" von Beginn an Jugendliche aus allen Bevölkerungsschichten. Während die 68er politisch motiviert waren, entlud sich 62 ganz einfach der angestaute Frust über Obrigkeit, Willkür und Polizeigewalt.

Gelegentlich wird an die Krawalle erinnert. Seit 2012 mit größeren Veranstaltungen an der Münchner Freiheit.

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