Saatgutfestival

07.06.2018

Das Saatgutfestival im Ökologischen Bildungszentrum in München ist eine feste Größe in der Gemüseszene.

Hier kann man sich über alte, seltene, aussterbende und verbotene Samen informieren.

Hier kann selbst gezogenes Keimgut getauscht werden.

Eine große Auswahl exotischer Kartoffeln kann gegen Spende mitgenommen werden.

Und eine ungeheure Vielfalt an Kräuter- und Gemüsesamen kann käuflich erworben werden.

In ihrer ungezügelten Regulierungswut drängen EU und Landwirschaftsministerien immer mehr Gemüsearten von Acker und Land. Weil sie nicht ertragreich genug sind. Weil sie nicht patentiert sind. Weil sie von der Saatgutindustrie nicht geschätzt werden. Aus was weiß ich auch immer für Gründen.

Eine eingeschworene Gemeinde von Ökobauern, Kleingärtnern und sonstig Interessierten hat es sich zum Ziel gesetzt, aussterbende Arten zu schützen, zu züchten und zu retten.

Dabei fallen dem staunenden Betrachter vor allem Tomaten und Bohnen ins Auge. Kennt man aus dem Supermarkt gerade eine Handvoll unterschiedlicher Tomaten, die in der Regel aus Holländischen Treibhäusern stammen und mehr oder weniger nach nichts Schmecken, ist man regelrecht erschlagen von der Farb- und Formvielfalt, die auf dem Festival feil geboten wird.

Weil wir gerade bei Farbvielfalt sind. Bohnen kennt man ja vor allem als Grüne Bohnen - lecker zu Kartoffeln und Lamm - oder die zwei, drei Arten, die bevorzugt im Chili oder der Griechischen Vorspeisenplatte zu finden sind. Sieht man sich jedoch die Farbvielfalt in den Regalen der Saatgutretter an, fühlt man sich eher an den Besuch eines gut sortierten Farbenladens, denn an den Besuch eines Gartencenters erinnert.

Nach dem Besuch des Festivals war ich erst einmal ganz schön erschlagen. So viel Anbaufläche wie ich Sorten Ausprobieren möchte? So viel Anbaufläche gibt der Größte Kleingarten nicht her.

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Revolution

this is not the same revolution song

occupygezi

Nachdem es in der Türkei mit Pressefreiheit und freier Meinungsäußerung momentan nicht allzuweit her ist, ist es wichtig, alle inoffiziellen Kanäle zu nutzen, um Informationen und Meinungen an die Öffentlichkeit zu bringen.

Über Umwegen hat mich ein kurzes Statement aus der Türkei erreicht, das ich hiermit zur Lektüre gereiche.

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