Kartoffelfäule ist ein Arsch

06.08.2018

Vier Jahre lang freute ich mich auf die Kartoffelernte.

Regelmäßiges Gießen und der unermüdliche Kampf gegen die Kartoffelkäfer wurden stets mit reichhaltiger Ernte belohnt.

Egal, ob ich das Saatgut exklusiv zum Anbau besorgt oder einfach die keimenden Reste von unter der Spüle genommen hatte.

Umso größer war die Freude, dieses Jahr ein Beet zu haben, das völlig frei von Kartoffelkäfern ist.

Neben heimischen Sorten wollte ich mich mit Exoten aus dem Peruanischen Hochland versuchen.

Die Pflanzen gedeihten, ja wucherten regelrecht. Augenscheinlich war erneut mit einer prächtigen Ernte zu rechnen. Doch rechnen ist nicht meine Stärke, wie ich dieser Tage leidvoll erfahren musste.

Beinahe über Nacht sind die meisten Pflanzen verdorrt. Zu wenig Wasser? Zu viel Wasser? Zu viel Sonne?

Wohl an, die Grabegabel geschultert und ran an die Knollen. Was dann zum Vorschein kam, es bricht jedem Gärtner das Herz.

Die Knollen allesamt klein, schimmlig, matschig. Die Kartoffelfäule hat mit voller Wucht zugeschlagen.

Alle Knollen?

Nein, die Exoten haben dem Ernteschreck getrotzt. So kann ich mich am Farbenspiel einer Hand voll bunter Kartoffeln erfreuen.

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