Flintenuschi und die Sache mit der Geschichte

Hasta La Vista, Uschi
17.11.2014

Lautstark beharrte Flintenuschi darauf, dass man sich nicht mit der Vergangenheit beschäftigen solle. Man müsse nach vorne blicken und da störe der Rückblick nur.

Wem darauf das Zitat "Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen" in den Sinn kommt, bekommt eine Ahnung davon, welche Gefahr von dieser Verteidigungsministerin ausgeht.

Am 16. November diesen Jahres traf sich eine mehr oder weniger illustre Runde bei Günther Jauch, um unter dem Eindruck eines Interviews von Herrn Hubert Seipel mit Wladimir Putin die Ukraine-Krise zu erörtern. Die Namen Seipel, Mikich und Winkler sprachen für die Möglichkeit einer differenzierten Auseinandersetzung mit dem Thema. Die Namen Jauch und von der Leyen weniger.

Von der Leyen stellte schnell klar, dass sie sich nicht mit der Vergangenheit, vulgo Geschichte, aufhalte, sondern blindlings vorpreschend weiter die Eskalationsspirale bedienen wird.

Und so jemand ist Verteidigungsministerin? Jemand, der sich offensiv dagegen wehrt, aus der Geschichte zu lernen, ist brandgefährlich. Zumal, wenn er/sie mit echten Waffen spielen darf.

Die verfahrene Geschichte zwischen EU, Ukraine und Russland ist auch, vielleicht vor allem, dem geschuldet, dass sich in der EU niemand Gedanken über die Vergangenheit gemacht und somit auch niemand die Mühe gemacht hat, Russland in dieser Situation zu verstehen. Diese Ignoranz hat Europa an die Grenze eines erneuten Kalten Krieges geführt und wird Europa diese Grenze auch überschreiten lassen.

Putins Feststellung, die NATO habe sich entgegen aller Absprachen immer weiter nach Osten hin ausgebreitet, lässt von der Leyen mit der lapidaren Erklärung, die betreffenden Staaten wären immerhin freiwillig beigetreten, von sich abperlen. So lässt sich mal eben eine Provokation, die seinesgleichen sucht mit einer Geste vom Tisch wischen. Putin braucht sich nicht so haben, war ja alles freiwillig.

Deutschland hat sich dereinst ja auch freiwillig wiederbewaffnet. Hat später freiwillig Pershings stationieren lassen. Und hat auch sonst so freiwillig Kalter Krieg gespielt. Weil das alles freiwillig war, war das schon gut. Also Kalter Krieg damals wie heute und eben auch die Ausdehnung der NATO.

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Elektroschrott

Elektroschrott von Dr. Best

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Für 85 Cent (regulär 4,95 €) kann man bei dm momentan ein schön designtes Stückchen Elektroschrott erstehen: Die Vibration Atemfrisch von Dr. Best.

Ob das Gerät in Sachen Zahnreinigung ein Plus gegenüber der herkömmlichen Zahnbürste bringt, mag ich nicht beurteilen.

Dass das Gerät im Gegensatz zur herkömmlichen Zahnbürste die Umwelt erheblich mehr belastet, das hingegen schon.

Auf Knopfdruck vibriert der Bürstenkopf. Hinter der Plastikfassade verbirgt sich also ein Motor und eine Energiequelle. Beides wandert beim turnusmäßigen Austausch der Zahnreinigungsapparatur in den Haus- oder Plastikmüll. Hat dort mit Sicherheit nichts verloren!

Der Motor muss recycled, die Energiequelle, vulgo Batterie, sachgerecht entsorgt werden.

Oder so: Finger weg von so einem Schmarrn.

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