Feuerwerk und Lebensfreude? Verbieten, verbieten, verbieten...

07.12.2018

Eine Bürgerinitiative zieht von Bürgerversammlung zu Bürgerversammlung, um ein Verbot der jahresendlichen Feuerwerkssitten zu erreichen.

Jetzt hat sich Münchens Oberbürgermeister zu Wort gemeldet und dabei einen recht beachtlichen Satz gesagt:

"Ich kann sehr gut verstehen, dass die Leute immer mehr Umweltbewusstsein entwickeln."

An 364 Tagen im Jahr geht dem Münchner das Umweltbewusstsein vorwiegend am Arsch vorbei. Da darf der Bolide Dreck in die Luft pumpen, die Bio-Banane in Plastik verpackt werden, der Togo-Becher in die Ecke geworfen werden.

An einem Tag im Jahr kommt das Umweltbewusstsein dann zusammen mit den guten Vorsätzen ums Eck und sagt: Jetzt wird es Zeit ein Zeichen zu setzen. Und warum nicht den böllerliebenden Zeitgenossen ihre Lebensfreude abzwicken.

Die Hunde, der Dreck, der Feinstaub. Da kann dann niemand reinen Gewissens dagegen argumentieren.

Kann er nicht? Kann er doch!

Ich, der ich seit Jahren nicht böllert, ich sage euch, sobald die Stadt befreit ist von Autoabgasen, von Laubbläserlärm, von U-Bahnmusik und roten Ampeln nach Mitternacht, ich werde in vorderster Front gegen ... nein, werde ich nicht, weil mir die Verbieterei der Lebensfreude auch dann entschieden auf den Sack gehen wird.

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Watschnbaum

Dezemberblues

Watschenbaum - modern

Hannes Ringlstetter hat dereinst recht anschaulich a Watschn, a Schelln und a Fotzn beschrieben.

Anderen Ortes wird kolportiert, das sei Obst und würde gemeinsam am in Baiern beheimateten Watschnbaum wachsen.

Die Schlagzeilen des Tages rütteln mächtig an einem besonders groß gewachsenen Exemplar. Und während der Watschnbaum jetzt umfällt, möchte ich es nicht versäumen, die Früchte gerecht zu verteilen.

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