Europa nimmt viele Flüchtlinge auf - oder???

09.10.2016

Von einschlägiger - in der Regel rechter - Seite wird gerne kolportiert, dass die Gutmenschen das westliche Abendland nötigen, Kriegsflüchtlinge in großer Zahl aufzunehmen, während sich das unzivilisierte Morgenland aus der Affäre zieht. Mehr noch, den Finger gen Occident erhebt und von dort einfordert, was selbst nicht geleistet werden will.

Medienberichte und politische Hetzer tun ihr Übriges.

Zeitungen sind voll davon, dass täglich so und so viele Flüchtlinge über irgend welche Grenzen ziehen. Alle in Richtung EU. Als würde die ganze Welt in Europa Unterschlupf suchen.

Seehofer und seine Brigaden schwadronieren über ein "Wir schaffen das nicht". Und reden damit den Pegida-Nazis nach dem Mund.

Doch halt. Die Welt der kühlen Fakten, der trockenen Zahlen, sie spricht eine ganz andere Sprache.

Dazu muss nicht lange recherchiert werden. Google liefert bei der Suche nach "Flüchtlingszahlen weltweit" locker über 63.000 Ergebnisse und fördert dabei Zahlenmaterial zu Tage, das jedem Pegidisten und auch Christsozialen mit Restverstand die Schamesröte ins Gesicht treiben müsste.

Für 2015 hat die UN Flüchtlingshilfe weltweit über 65 Millionen Flüchtlinge festgestellt. Von diesen 65 Millionen Flüchtlingen leben 86% in Entwicklungsländern. Das wären etwa 56 Millionen.

Oder umgekehrt, bestenfalls 9 Millionen Flüchtlinge könnten damit theoretisch auf dem Weg in die Europäische Union sein.

Tatsächlich sind es gerade einmal 1,3 Millionen.

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Jens Spahn

Jens Spahn: Dann warten wir alle länger

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Prägnanter und kürzer kann man seine Präferenz für die Zwei-Klassen-Medizin bei gleichzeitiger Verachtung der gesetzlich Versicherten kaum auf den Punkt bringen.

Jens Spahn entpuppt sich immer mehr als Klassenkämpfer von oben, der mit der Arroganz des Mächtigen auf all jene herunter schaut, die zu wenig Ellenbogen haben, um sich nach oben durch zu drängeln.

Ob Harz IV oder jetzt die Krankenkassen. Die nächsten drei, vier Jahre werden wir mit diesem Minister noch einiges an Zumutungen wegzustecken haben.

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