Essen, kotzen...

19.07.2019

... essen, kotzen, essen, kotzen...

Ich muss morgen früh beim Zeitunglesen mal aufpassen, mit was ich anfange. Heute zumindest liefert die morgendliche Lektüre einen Aufreger nach dem Anderen.

Radweg vs. Parkplätze

Eigentlich hätten wir in der Leopoldstraße einen ganz feinen Radweg. Stadtauswärts wären ein paar Zentimeter mehr vielleicht ganz gut, stadteinwärts, der wäre schon fein. Wenn, ja, wenn die Parkplätze nicht wären, die selbst den schönsten Radweg zum Hindernisparkour machen. SUVs sind zu breit für die ausgewiesenen Stellflächen und was macht der egozentrische Blechliebhaber also? Ganz klar, er stellt die hälfte seines Panzers flugs auf den Radweg. Rücksicht beim Türenöffnen? Das ist nach wie vor nicht so das Ding des Freundes urbaner Automobilfreiheit.

Ein ganz besonderes Gustostückerl liefert die Inhaberin eines Fitnessstudios. Ihre Kunden bräuchten einen Parkplatz direkt vor dem Haus, weil es ihnen nicht zuzumuten ist, Sportsachen und Duschzeug einfach im Rucksack zu transportieren.

Investor erpresst/droht Stadtrat

Ein Investor droht der Stadt mit Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe, wenn er nicht im eh schon hotelmässig überversorgten Bahnhofsviertel ein weiteres Hotel hinstellen darf. Und die Stadt? Der sind weitgehend die Hände gebunden. Sie ist vielleicht in der Lage, das Bauvorhaben mittels verwaltungstechnischen Tricks ein wenig hinauszuzögern, verhindern kann sie es wohl nicht. Hier schlägt einmal mehr das unsägliche Primat der Wirtschaft über die Politik zu. Für was haben wir eigentlich einen Stadtrat, der keinen gestalterischen Einfluss auf die Entwicklung der eigenen Stadt mehr nehmen kann. Oh, wie ich diese neoliberalen Zeiten verabscheue.

Rettung der Kuvertfabrik in Pasing

Die alte Kuvertfabrik in Pasing ist außen wie innen ein schützenswürdiges Schmuckstück. Einigermaßen erfreut habe ich daher vor geraumer Zeit vernommen, dass das Gebäude nicht einfach abgerissen wird, um einer weiteren Eigenheimbetonwüste zu weichen. Kunst, Kultur, so schlichen sich die Hoffnungen in mein Unterbewusstsein.

Jetzt steht offenbar fest, dass meine Hoffnungen für die Katz sind und das architektonische Schmuckstück mit größt möglichem Aufwand verschandelt werden soll. Büros sollen rein gebaut werden, als hätten wir noch nicht genug Büros in München. Und außenrum? Da laufen die Betonmischer schon heiß und freuen sich darauf ein weiters gesichtsloses Denkmal phantasieloser Architektur in das Stadtgesicht gießen zu dürfen.

Scheuer und die Scooter

Der Scheuer Andi legt sich Mal wieder ganz schön ins Zeug, Inkompetenz und Unwissenheit unter Beweis zu stellen.

Inkompetenz: Ganz offensichtlich hat sein E-Scooter Gesetz so einige handwerkliche Mängel. Denn der Andi fordert die Kommunen zu einem härteren Durchgreifen bei Verstössen auf.

Unwissenheit: Die Kommunen sind dafür gar nicht zuständig.

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Weiter Wulffen

Kotzen

Na Herr Wulff, mit Ihnen hatte ich schon gar nicht mehr gerechnet. Jetzt machen Sie doch wieder von sich reden. Eine Frage sei gestattet: War das mit dem "Ehrensold" wirklich so gedacht? Als Unterhalt für Ihre Ex-Bettina?

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