Dracula - Das Grauen mit dem Oberlippenbart

Die Draculas
04.03.2016

Bei der Beschreibung der Physiognomie fiktiver Charaktere muss der Autor eine besondere Sorgfalt walten lassen. Denn was vor 200 Jahren als bedrohlich galt, mag in heutiger Zeit eher drollig wirken.

So bin ich Christopher Lee in besonderer Weise dankbar - ähnlich auch Max Schreck und Bela Lugosi - dafür, dass er der detailliert beschriebenen Figur aus Bram Stokers Jahrhundert Roman ein zeitgemäßes Gesicht gegeben hat.

Die von Stoker beschriebenen Merkmale taugen in moderner Zeit kaum mehr zu gepflegtem Grusel.

Übertrieben auffällige Oberlippenbehaarung vermutet unsereiner in 70er Jahre Krimis in Begleitung von Goldkettchen und geföhnter Dauerwelle.

Oder bei tabakschnupfenden Hinterwäldlern mit König Ludwig Attitüde.

Beides durchaus angetan, Gänsehaut zu erzeugen. Jedoch mehr aus Mitleid ob schlechten Geschmacks, denn aus einem Gefühl von atmosphärischem Grauen.

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Krieg

Kriegstrommeln

Sahra Wagenknecht & Jürgen Lohmüller

Es ist nun ziemlich genau 100 Jahre her, dass sich die Deutsche Linke - wohlgemerkt die Linke, nicht die Sozialdemokratie - vehement gegen einen Krieg in Europa ausgesprochen hat. Hier sei besonders Rosa Luxemburg hervorgehoben.

Heute stehen wir erneut an der Schwelle einer bislang ungebremsten Eskalation in Richtung Krieg. Und erneut ist es die Linke - wohlgemerkt die Linke, nicht die Sozialdemokratie - die sich verzweifelt um eine Rückkehr zur Sachpolitik, weg vom Kriegsgeheul bemüht. Und wieder ist es eine Frau, die ich hervorheben will: Sahra Wagenknecht.

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