Dracula - Das Grauen mit dem Oberlippenbart

Die Draculas
04.03.2016

Bei der Beschreibung der Physiognomie fiktiver Charaktere muss der Autor eine besondere Sorgfalt walten lassen. Denn was vor 200 Jahren als bedrohlich galt, mag in heutiger Zeit eher drollig wirken.

So bin ich Christopher Lee in besonderer Weise dankbar - ähnlich auch Max Schreck und Bela Lugosi - dafür, dass er der detailliert beschriebenen Figur aus Bram Stokers Jahrhundert Roman ein zeitgemäßes Gesicht gegeben hat.

Die von Stoker beschriebenen Merkmale taugen in moderner Zeit kaum mehr zu gepflegtem Grusel.

Übertrieben auffällige Oberlippenbehaarung vermutet unsereiner in 70er Jahre Krimis in Begleitung von Goldkettchen und geföhnter Dauerwelle.

Oder bei tabakschnupfenden Hinterwäldlern mit König Ludwig Attitüde.

Beides durchaus angetan, Gänsehaut zu erzeugen. Jedoch mehr aus Mitleid ob schlechten Geschmacks, denn aus einem Gefühl von atmosphärischem Grauen.

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Hummeln

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Etwas mehr Dünger machte das ökologische Defizit schon wieder wett.

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