Die Probleme dieser Welt? Egal, ich geh’ Shopping!

moosacher-strasse-08
16.06.2015

Umgibt man sich mit Menschen, die sich Gedanken über den Zustand der Welt machen und sich für Politik interessieren…

Verfolgt man dann auch noch aufmerksam, was in den Medien über den Zustand der Welt berichtet wird…

Depressiv möcht’ man werden, angesichts der Katastrophen, aus denen das Dasein besteht.

Manchmal, wenn die Verzweiflung über den Zustand der Gesellschaft droht übermächtig zu werden, dann unternehme ich einen Ausflug in die Fußgängerzone meiner Stadt.

Die Ignoranz, die die konsumwütigen Massen den Problemen auf dieser Erde entgegenbringen, hat etwas zutiefst Beruhigendes. Solange sich die Mehrheit der Bevölkerung dem ungehemmten Konsumrausch hingibt, kann es um die Welt nicht ganz so schlecht bestellt sein.
Blöd nur:

- Konsumieren hilft nicht gegen Erderwärmung.
- Shopping macht nicht Unverwundbar. Nicht gegen Gottesterror, nicht gegen irre Despoten.
- Kaufrausch hilft weder Obdachlosen, noch Alleinerziehenden. Ist kein Mittel gegen Harz IV.
- Tüten voll Klamotten sind kein Schutz vor Überwachung.
- Flachbildschirme verbessern keine Arbeitsbedingungen. Weder hier, noch sonst wo in der Welt.

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Spanien

Katalonien nach der Wahl

Katalonien nach der Wahl

Und jetzt die Herren Rajoy und Puigdemont? Wie soll das weiter gehen?

Noch ein Referendum? Noch mal Bilder von Knüppelgarden aus Madrid?

Wird die nächste katalanische Regierung auch wieder aufgelöst? Ihre Mitglieder per Haftbefehl gesucht?

Werden die Separatisten ihr Ziel so lange verfolgen, bis Katalonien wirtschaftlich ruiniert und politisch isoliert ist?

Bei aller Freiheitsliebe, es ist doch so, dass auch wenn die Separatisten die absolute Mehrheit halten, immer noch annähernd die andere Hälfte der Wähler bei Spanien bleiben will. Es ist damit eigentlich egal, wie die Sache ausgeht, die Hälfte der Katalanen werden unzufrieden sein. Damit ist es höchste Zeit, die Angelegenheit von der Straße an den Verhandlungstisch zu bringen und einen Kompromiss zu erarbeiten, mit dem die Separatisten, die übrigen Katalanen und Madrid leben können. Es steht zu befürchten, dass Rajoy und Puigdemont dazu nicht willens und in der Lage sind.

Es wird höchste Zeit, dass sich die EU als Vermittler einschaltet. Zusehen, wie eins ihrer Mitgliedsstaaten im nationalistischen Klein-Klein verlieren, läuft der Europäischen Idee zuwider und ist ein schlechtes Zeichen für die ganze Union.

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