Der Mensch geht dem Auto vor

Auto und Rad
10.04.2013

"Autofahrer sollen Radlern weichen" ist in der Zeitung zu lesen.

Nicht etwa "die Autogerechte Stadt beeinträchtigt die Lebensqualität" oder "die Autoabgase gefährden die Gesundheit". Nein es wird gejammert, dass den Autos an ihrem Refugium herumgebastelt wird.

Auch keine Rede davon dass seit Jahren Fußgänger, Kinder, Bäume und Tiere den Autos zu weichen haben. Keine Rede davon, was für Schäden die Kraftstoffgewinnung an Mensch und Natur zu verantworten hat.

Auch rüchsichtslose Bürgersteig- und Radwegparker finden keine Erwähnung.

Skandal, die motorisierte Mobilität soll ein paar Quadratmeter an sozialverträgliche Mobilität abgeben. Das Geheul ist groß.

Melkkuh

Ich warte darauf, dass ein berufener ADAC-Aktivist die Lanze für die Melkkuh der Nation bricht. Von KFZ-Steuer, Benzinsteuer, Ökosteuer, von Versicherung und Knöllchen sehen sie sich gegängelt, ausgesaugt, in ihrer freien Entfaltung bedroht.

Die Kosten, die durch das allgemeine Mobilitätsbedürfnis der Algemeinheit aufgebürdet werden, decken all diese Abgaben jedoch längst nicht.

Straßenausbesserung, Autobahnbau, Erschliessung von Neubaugebiet. Tonnen um Tonnen Asphalt werden über Deutschland und den Rest der Welt gegossen. Feinstaub kostet die Wirtschaft Millionen. Feinstaub raubt uns die Gesundheit. Unfälle mit Blechschaden. Unfälle mit Personenschaden. Schäden durch Abgase. Schäden durch Streusalz.

Kostbare Rohstoffe werden zum Auspuff hinausgeblasen. Rohstoffe, die der Allgemeinheit in absehbarer Zeit schmerzhaft abgehen werden.

In persönlichen Gesprächen bekomme ich immer wieder zu hören, dass man ja eigentlich oft auf das Auto verzichten könne. Gerade in der Stadt. Schnell wird jedoch nachgeschoben, warum jetzt genau mein Gesprächspartner selbst nicht auf den fahrbaren Untersatz verzichten kann. Es sind ja die Sachzwänge, man sei denen hilflos ausgeliefert.

Umdenken

Langsam, ganz langsam beginnt ein Umdenken. Zur Folge hat das ein vermehrtes Farradaufkommen. Und die Fahrräder müssen irgendwo fahren. Dem wiederums muss irgendwie Rechnung gezollt werden. Häuser kann und will man dafür nicht platt machen. Fußgänger können vielerorts kaum noch mehr an den Rand gedrängt werden.

Was bleibt, sind die Straßen.

Ach ja, kein Mensch ist gezwungen, Auto zu fahren. Kein Mensch ist gezwungen, sich in den Stau zu stellen. Gerade in der Stadt, gerade in München gibt es ein gut ausgebautes Netz öffentlicher Verkehrsmittel.

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Freie Software sei nichts wert, weil sie nichts kostet?

Wer auch heute noch dieser microsoftschen Doktrien anhängt, sei gebeten diese Seite zu verlassen.

Alle anderen können hier in den Genuss eines grandiosen Kurzfilms kommen, der vorwiegend mit dem freien Programm blender erstellt worden ist.

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