Blaulichtgeschichten

Blaulicht - klein
25.09.2014

weil mir gerade langweilig ist, schenke ich euch eine geschichte. und weil ich gerade gut gelaunt bin, eine der besten aus meinem leben:

es war samstag nachmittag und meinem freund gerhard und mir war es langweilig. wir wohnten in einem vorort vor münchen wo die hose so tot war, dass sie schon sehr streng roch.

also fuhren wir in die stadt in den schelling salon und nahmen die ersten biere ein.

nach dem 3. wurden wir etws ungeduldig und wir beschlosen, die lokalität zu wechseln, setzten uns ins auto und fuhren ins cafe cairo (sehr verrucht!!). dort nahmen wir weitere biere ein, aber das machte uns nicht so richtig satt und wir wollten wieder die lokalität wechseln und verliessen das cafe. wir schlenderten zum auto und plötzlich fuhr ein streifenwagen an uns vorbei. ich sagte zu meinem freund gerhard, er solle ruhig zum auto weitergehen, ich werde die lage checken und wenn die luft wiedr rein ist gebe ich grünes licht und wir können uns ins auto setzen und weiter auf abenteuerfahrt gehen.

ok, gerhard geht, ich biege ab und beobachte den streifenwagen...er hält und die polizisten steigen aus und verschwinden in einem mehrstöckigen mehrfamilienhaus. das polizeiauto steht ganz mutterseelenallein vor dem haus..... und plötzlich denke ich mir "ernst" denk ich mir "ernst du musst jetzt unbedingt mal ausprobieren ob man das blaulicht vieleicht ein ganz klein wenig von dem auto abschrauben kann" ich näherte mich dem auto, packte mit beiden händen das signallicht, eine halbe umdrehung nach rechts...ganz leicht nur...bajonettverschluss...das ding war in meiner hand und das polizeiauto sah ohne blaulicht nicht mehr ganz so seriös aus...

balulicht unter die jacke geschoben...zum gerhard egrannt und ins auto gestiegen...losgefahren und nach kurzer zeit zog ich das blaue ding aus meiner jacke hervor, setzte es auf den kopf und imitierte ein martinshorn....das gelächter war sehr gross und die stimmung im auto bombig.

nun hatten wir die eigentlich sehr gute idee, dass wir ganz münchen blaulichtfrei machen sollten. wir cruisten durch münchen ost, nur leider konnten wir kein polizeiauto mehr entdecken.....also fuhren wir kurzerhand zur nächsten polizeidienststelle und wurden dort auch tatsächlich fündig...

nun fand ich aber, dass es an der zeit war, dass der gerhard auch mal so ein blaulicht abschraubt... nach kurzer diskussion stieg er aus und ging direkt auf ein polizeiauto seiner wahl zu. leider war der gerhard nicht sehr gross gewachsen und konnte das blaulicht leider nicht greifen.... also hüpfte er immer an dem auto hoch und versuchte das verfluchte blaulicht zu packen, was ihm leider nicht gelingen wollte. ich bin ein sehr hilfsbereiter mensch, also stieg ich aus, ging zu ihm, packte das blaulicht (bajonettverschluss) und gab ihm die trophäe...

wir rannten gackernd ins auto, setzten uns rein und hatten den zünschlüssel schon im schloss.... leider hatte uns ein verantwortungsvoller mitbürger am fenster stehend, beobachtet- und kurz telefoniert... mit riesenschritten kamen mehrere polizisten aus der inspektion gerast und zückten die revolver welche sie, um dem ernst der situation nachdruck zu verleihen, durch die fensterscheibe hielten und baten uns aus zu steigen. das blöde blaulicht hatte ich noch in der hand.

nunja den rest kann sich ja jetzt jeder denken, personalien aufgenommen, alkoholkontrolle und weil die röhrchen etwas anzeigten mussten wir zur blutabnahme ins krankenhaus. auf dem weg dorthin hörten wir den polizeifunk "ja, hier wagen 1749... an unserem fahrzeug wurde das blaulicht entwendet...." die beiden polizisten drehten sich zeitgleich um, sahen nach hinten und meinten: "wart's des etwa ah ihr??" natürlich fanden sie nach kurzer suche das andere blaulicht in gerhards auto. wir durften dann noch eine nacht in der ettstrase in untersuchungshaft verbringen.

....und der spass kostete 800 DM.....

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Duque Brewpub

Die Karte

Wer eine Reise tut, der hat was zu erzählen. Und das möchte ich hier erledigen.

Auf der Entdeckungsreise nach immer neuen Geschmackserlebnissen zwischen Hopfen und Malz bin ich mitten in Lissabon auf eine kleine und sehr feine Pinte mit einem mehr als furiosen Angebot gestoßen:

Den Duque Brewpub.

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