Bedford-Strohm

23.12.2016

Ein Interview mit Bedford-Strohm, dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, offenbart zwei recht interessante Details.

Zum einen, was Bedford-Strohm von Politikern wie dem Söder hält, nämlich nichts.

Zum anderen, nicht nur Politiker sind Meister des Dampfplauderns.

Wenn ein gelernter Theologe zu Ausführungen über Politik und Gesellschaft anhebt, ist es geraten, genau hinzuhören. Weniger dem gesprochenen Worte lauschen, denn dem Nichtgesagten muss die Aufmerksamkeit gelten.

Die Antwort auf diese kleine Frage im Zusammenhang mit dem jüngsten Attentat auf einem Berliner Christkindelmarkt erscheint auf den ersten Blick nichtssagend:

AZ: Hat die Politik überreagiert?
Bedford-Strohm: Ich habe den Eindruck, dass Deutschland sehr reif mit diesem Ereignis umgeht. Ich habe Besonnenheit gespürt in den Äußerungen der maßgeblichen Politiker und viel Innehalten.

Der Blick zwischen die Zeilen hingegen lässt tief blicken.

Wenn "Deutschland sehr reif mit diesem Ereignis umgeht", dann kann damit weder CDU, noch die AfD, kaum auch die CDU gemeint sein. Denn von dort war kein noch so kleiner Anflug von Besonnenheit zu spüren. Da wurde vom erstem Moment an Angst geschürt, gehetzt um aus der schrecklichen Tat Kapital zu schlagen.

Wenn von "Besonnenheit [...] der maßgeblichen Politiker" die Rede ist, und man sich etwa Söders Geschwätz revue passieren lässt, muss man zu dem Schluss kommen, der Mann ist weder besonnen, noch ein maßgeblicher Politiker.

So richtig nah scheinen sich Kirche und die C-Parteien gerade nicht.

Im restlichen Interview stellt Herr Bedford-Strohm unter Beweis, dass man nicht Politiker sein muss, um es zu wahrer Meisterschaft des sinnentleerten Geschwurbels zu schaffen. Auf keine Frage gibt er eine klare Antwort. Eigentlich vermeidet er Antworten überhaupt. Lieber ergeht er sich in pastoralem Geseier, um nur ja nicht festgenagelt werden zu können.

Das Interview mit ihm zu lesen ist in etwa so informativ, wie eine ausgedehnte Diskussion mit Kieselsteinen.

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Wolfscraft

Wolfscraft: Viel Weizen

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Frisch und hopfig lauert der Sud in der Flasche. Im Glas tritt der Hopfen schnell zurück und macht Platz für ein weißbiertypisches Hefearoma.

Der Schaum - den viele, so auch ich, am Weißbier so sehr schätzen - fällt enttäuschend schnell zusammen. Somit schwappt das Bier recht dröge vor sich hin.

Geschmacklich präsentiert sich ein ordentliches Weißbier. Vielleicht eine Note zu säuerlich.

Ich werde den alten Billy Bragg dazu auflegen.

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