Bauernbrot - Low Carb

26.03.2018

An der eigenen Ernährung bastelt der Mensch ja eigentlich - in der einen oder anderen Weise - sein ganzes Leben lang rum.

Am Anfang steht der Brei und am anderen Ende auch. Dazwischen kommt einfaches und auch manch Aufregendes auf den Tisch.

Weil Low Carb gerade recht hipp ist und ich manchmal auch ein bisschen mit hippe, fand sich eines Tages eine Backmischung "Bauernbrot" in der Küche ein. Und was sich da einfindet, möchte auch probiert sein.

Auf ins Abenteuer...

Nach dem Öffnen verströmt die Dose einen angenehmen Kokos-Duft, der so gar nicht an Brot oder gar Bauernbrot erinnert. (Die Dose mit Alubeschichtung und Plastikdeckel... aber es geht ja jetzt ums Essen, nicht um die Umwelt)

Ein Blick in die Zutatenliste: Das Weizen-, Roggen-, sonstwas-Mehl ist gegen Kokosmehl ausgetauscht. Egal, rein in den Mixer, ordentlich Eier dazu und gut durchkneten. Das Ergebnis sieht schon irgendwie aus wie Brotteig... fühlt sich aber nicht so an, irgendwie zäh, irgendwie wie Gummi:

Rein in den Ofen mit dem Batzen. Bei 175 Grad möchte das Brot gut eine Stunde backen.

Was dann aus dem Ofen kommt, sieht nach Brot aus, fällt allerdings nach kurzer Zeit etwas unansehnlich zusammen:

Die erste Scheibe zeigt: Ups, wohl nicht lange genug im Ofen gewesen. Ist noch nicht ganz durch.

Der erste Bissen zeigt: Nein, mit Bauernbrot hat das nicht zu tun. Selbst mit Brot nur bei viel Phantasie. Als gummiartiges Kokosgebäck liegt der Hipster-Fladen also auf dem Tisch.

Was soll ich sagen? Interessant? Ja. Als Unterlage für Käse oder Wurst? Bitte nicht. Als Beilage zu exotischen Vorspeisen? Das geht an. Wird das einen festen Platz in meiner Ernährung bekommen? Sicher nicht. Kann man das guten Gewissens seinen Freunden reichen? Ich fürchte, dann hat man keine Freunde mehr...

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Tomaten

Tomatenbrutkasten

Tomatenbrutkasten

Sonne mögen sie, wird einem gesagt. Je mehr, desto besser. Also legte ich sie jahrelang auf die Fensterbank, direkt in die Sonne.

Ich wunderte mich, ich war oft enttäuscht... die grünen Tomaten wurden nicht rot. Sie trockneten aus, sie verfaulten.

Alles falsch, so weiß ich heute. Licht und Sonne haben keine Auswirkung auf das Nachreifen noch junger Tomaten.

Grüne Tomaten mögen es warm, 16 - 25°C sind optimal, und dunkel darf es sein. Sie sollten sich nicht berühren, da sonst schnell Druckstellen und Fäulnis entstehen. Als Behältnis eignet sich ein Karton. Ich bevorzuge eine geräumige Schublade. Als Unterlage eignen sich Zeitungspapier oder ein flauschiges Handtuch. Vielleicht einen Apfel dazu packen, denn Äpfel gasen Ethylen, aus, das den Reifeprozess beschleunigt.

Warum der Aufwand? Grüne Tomaten enthalten Solanin und rote nicht. Solanin ist giftig und das mag man nicht.

Also ab mit den unreifen Tomaten in den Tomatenbrutkasten.

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