Argentinien vor dem Staatsbankrott

Vorsicht Dachlawine

oder schon darüber hinaus

18.08.2014

Argentinien steht erneut an der Schwelle zur Pleite.

Vielleicht ist das nur die halbe Wahrheit. Vielleicht sind es ausländische Kräfte, die bemüht sind, Argentinien mit vereinten Anstrengungen in den Ruin zu treiben. Nur um sich selbst zu bereichern.

Vielleicht ist das auch nur ein Vorgeschmack auf das von USA und EU angestrebte Freihandelsabkommen TTIP mit seinen Bemühungen nach überstaatlicher und demokratisch weder legitimierter, noch rechtstaatlich verankerter Gerichtsbarkeit.

Wie pleite ist das Land wirklich?

Ausgehend von einem FAZ Artikel vom 31.07.2014 möchte ich mal die wichtigsten Punkte zusammengefassen:

Zwei Hedgefonds haben anno 2001 eine große Menge Argentinischer Staatsanleihen aufgekauft.
Weniger um Argentinien zu helfen, mehr um den dicken Reibach zu machen.

Argentinien ist in der Lage und willens, alle Gläubiger, außer die beiden Hedgefonds, zu bedienen.

Ein Amerikanisches Gericht verbietet jedoch den Schuldendienst, solange die "Aasgeier" nicht ausgezahlt sind.

Daraufhin wird Argentinien wirtschaftlich herabgestuft.
Nicht weil das Land pleite ist, sondern weil ein Amerikanisches Gericht die Begleichung von Schulden untersagt.

Würde Argentinien den beiden Hedgefonds Schulden und Zinsen auszahlen, wozu das Land durchaus in der Lage wäre, würden Altgläubiger, die schon vor Jahren auf einen Teil ihrer Forderungen verzichtet haben, erneut ein Anrecht auf ihne alten Forderungen erhalten.

In Zahlen:

  • Argentinien hat 29 Milliarden Dollar zur Verfügung
  • Die "Aasgeier" verlangen 1,33 Milliarden Dollar (zuzüglich Zinsen)
  • Würde Argentinien die 1,33 Milliarden Dollar zahlen, kämen weitere Forderungen in Höhe von bis zu 500 Milliarden Dollar hinzu.

Argentinien hat jahrelang nach den Vorgaben von IWF und Weltbank gewirtschaftet. Dabei ist die Schuldenlast des Landes auf ein vielfaches der ursprünglichen Schulden angestiegen. Aus Sicht der Chicagoer Schule - also dem wissenschaftlichen Arm des Raubtierkapitalismus - hat Argentinien damit alles richtig gemacht.

Wenn sich nun also Paul Singer, ein Jünger dieser verqueren und menschenverachtenden Lehre, hinstellt und die Schuld an der Misere Argentinien zuweist, dann ist das realitätsverleugnend und schäbig. Und wenn dann durch die Paul Singers dieser Welt vor allem das Argentinische Volk darunter zu leiden hat, nur damit die "Aasgeier" weitere Milliarden scheffeln können, dann... dann... dann fallen mir dazu nur noch Kraftausdrücke ein, die ich hier besser nicht veröffentliche.

Mir reichts jetzt. Ich hör auf, sonst schlafe ich blos wieder schlecht.

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