Andrea Nahles verteidigt Zustimmung zur Maaßen-Beförderung

20.09.2018

Dass Seehofer nicht ganz richtig tickt, darauf brauche ich nicht weiter einzugehen. Viel interessanter ist dabei auch das Gebaren der SPD.

Ein kleiner Artikel auf zeit.de fasst - auch wenn die Intention des Artikels vielleicht eine ganz andere ist - recht schön zusammen, warum die SPD von einem Umfragetief zum nächsten eilt.

Eine Auswahl der schönsten Beispiele... und emaz wäre nicht emaz, wenn hier nicht nachgetreten würde.

Vorweg, damit das immer im Bewusstsein bleibt, die SPD hat der Beförderung von Herrn Maaßen zum Staatssekretär zugestimmt.

"Die SPD werde da nicht monatelang weiter zuschauen"

Sorry Jungs und Mädels, die SPD schaut dem unsäglichen Treiben der CSU schon so viele Monate... nein, eher Jahre zu, da wirkt diese Drohung ein klein wenig zahnlos. Die SPD hat zugesehen, wie der Dobrindt die PKW-Maut durchgedrückt hat, die SPD hat Seehofers Migrations-Masterplan-Erpressung über sich ergehen lassen, die SPD - in Persona Andrea Nahles - hat der Beförderung von Herrn Maaßen zugestimmt. Ich bin mir sicher, die SPD wird noch viele Monate zusehen, wie absurde Politik gegen ihre angeblichen Interessen durchgedrückt wird.

"das Vertrauen der Bürger in die Regierung systematisch verspielten"

Gut gebrüllt Löwe, so möchte man sagen und verschluckt sich dabei. Denn wer hier brüllt, stößt seit Jahren die eigenen Wähler mit stoischer Regelmäßigkeit vor den Kopf.

Zwischen Wahlkampfversprechen und dem, was dann im Koalitionsvertrag steht... da geht Vertrauen flöten.

Man möchte den Genossen entgegen brüllen: Merkt ihr denn gar nichts mehr? Euch rennen die Wähler davon, euch laufen die Mitglieder davon. Und das liegt nicht daran, dass sich die CSU wie Rotz am Ärmel benimmt, dass liegt daran, dass ihr eure Klientel aus den Augen verloren habt, ihm regelmäßig vor den Kopf stoßt.

Gerade die CSU braucht da keine Ratschläge von der SPD. Traditionell kann und darf die CSU in der Bundeshauptstadt - möge es Berlin oder möge es Bonn sein - wüten wie sie will, gewählt wird sie trotzdem. Wobei... langsam scheint auch sie es überzogen zu haben. Selbst der CSU Wähler beginnt sich zu fragen, ob die Themen, die Herr Seehofer aufs Tablett bringt, auch die Themen sind, die ihn im Alltag zwiebeln.

"dann hätte auch Frau Merkel an dieser Stelle ein Veto einlegen können – hat sie auch nicht gemacht"

Wer mit dieser Einstellung in den Bundestag zieht, Leute mal im Ernst, den braucht kein Mensch. Damit disqualifiziert sich die SPD als Abnickverein für die Union.

Nach außen hin Krokodilstränen vergießen und wie schlimm die Personalie Maaßen doch sei und dann seiner Beförderung zustimmen. Als Rechtfertigung dann, die Kanzlerin habe schließlich auch kein Veto eingelegt.

Der Kanzlerin sei ihre Zustimmung nachgesehen, von ihr hat auch niemand etwas anderes Erwartet. Es handelt sich immerhin um einen Vorschlag der Schwesterpartei, die irgendwie bei Laune gehalten werden will. Aber vielleicht sieht sich die SPD ja mittlerweile auch als kleine Schwester, die wiederum die große Schwester bei Laune halten will.

So eine SPD braucht kein Mensch. Aber wem sag ich das...

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Syriza

Torsten Henke: Die Suppe auslöffeln

torsten-henke

Alexis Tsipras hat mit seiner Syriza erneut die Mehrheit der Wähler hinter sich scharen können.

Die Wahllokale haben noch nicht richtig geschlossen, da geht auch schon das Tsipras-Bashing in die nächste Runde.

Besonder unqualifiziert hat sich Torsten Henke für die Abendzeitung aus dem Fenster gelehnt.

Wer sich so weit lehnt, muss damit rechnen, nass zu werden. Also lasst ihn uns nass machen.

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