Niederträchtig

Vertrauensbruch: CSU erlaubt Glyphosat-Verwendung

Vertrauensbruch: CSU erlaubt Glyphosat-Verwendung

Die CSU neigt ja immer dazu, sich die Welt nach Bedarf zurecht zu biegen und damit haarscharf oder auch mal fußballfeldweit an der Realität, dem gesitteten Umgang miteinander und der Vernunft vorbei zu segeln.

Diesmal liefert also der Landwirtschaftsminister Schmidt ein wahres Husarenstück. Er schafft drei Fliegen locker mit einer Klappe.

Fangen wir einmal mit dem Kontext an:

1. Die CSU befindet sich noch mit der SPD zusammen in einer - wenn auch kommissarischen - Regierung, die eine klare Absprache haben, wie im Falle von unterschiedlichen Ansichten abzustimmen ist.

2. Wie angeschnitten, der Herr Schmidt ist nur noch kommissarisch im Amt. Und einer kommissarischen Regierung, ebenso wie einem kommissarischen Minister steht es gut zu Gesichte, sich in Zurückhaltung zu üben. Vor allem keine Entscheidungen zutreffen, die dem Wählerwillen oder einer möglichen künftigen Regierung zuwider laufen.

3. Gerade spriesst das zarte Pflänzchen einer Sondierung zwischen Union und SPD. Da ist es mehr als ein Fauxpas, den möglichen Partner erst einmal vor den Kopf zu stossen.

In diesem Kontext krempelt Schmidt die Ärmel hoch und reisst mit einer Entscheidung gleich drei Hürden von Würde und Anstand.

Aus Bayern kommt schon eine beachtliche Menge an unerträglichen Hohlbirnen...

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