V-Leute

"Abziehen der V-Leute wäre fatal"

19.11.2011

Jetzt wird einiges klar: Die Polizei sichert nicht den Nazis das Recht auf Meinungsfreiheit, sondern sie schützt ihre Kollegen vom Verfassungsschutz.

Komisch, warum beruhigt mich das nicht, wenn der neue Bundesstaatsanwalt Harald Range behauptet, es gebe keine Hinweise auf eine Zusammenarbeit des Verfassungsschutzes mit den Zwickauern.

Seit Tagen vermittelt die Presse irgendwie ein anderes Bild:

- Der kleine Adolf allzeit vor Ort, wenn Blut floss

- Die rechte Szene von V-Leuten durchsetzt, dass man meinen könnte, es handele sich mittlerweile um eine staatliche Behörde

- Falsche Pässe bei den toten Nazis

Muss man Verschwörungstheoretiker sein, wenn einem die lapidare Ansage von Herrn Harald Range zweifelhaft erscheint?

"Abziehen der V-Leute wäre fatal".

So oder so ähnlich klingt es aus Kreisen der Union. Damit dürfte sich das Thema NPD-Verbot erneut erledigt haben. Und dabei, so scheint es, wäre das die Lösung schlechthin: Alle V-Leute abziehen. Wenn sich die NPD dann nicht bereits wegen massivem Mitgliederschwund von alleine auflöst, so geriete sie zumindest in eine finanziell bedrohliche Schieflage. So wie alle anderen Nazi-Organisationen auch.

Fehlt das Geld vom Verfassungsschutz, ist's auch bald vorbei mit den faschistischen Umtrieben.

Ach uns eins noch, schon ein wenig älter aber doch:

Disput zwischen Richterin und Polizisten (in Auszügen): "Dann sah ich wie er zwei Tomaten in Richtung des rechten Spektrums geworfen hat." - "Sie sagen, das rechte Spektrum hat demonstriert. War das die CSU oder CDU?" - "Das war mir nicht bekannt."

Nun stellen sich mir spontan ein paar Fragen:

Rekrutiert sich unsere Polizei erneut aus dem geistigen Bodensatz der Gesellschaft? Nicht in der Lage, den Unterschied zwischen Konservativen und Neonazis zu erkennen.

Oder ist die politische Bildungsarbeit bei der Polizei für mangelndes Verständnis verantwortlich?

Hat man allerdings die eingesetzten Beamten live miterlebt, könnte man auch zu dem Schluss kommen, sie würden in dunklen Kellergewölben bei Wasser und rohem Fleisch gehalten und nur zu Demos von der Leine gelassen.

Wie ich es drehe und wende, es läßt unsere Exikutive in keinem guten Licht erscheinen.

Es mögen mir, und dem minderbemittelten Kollegen vor Gericht, alle rechtschaffenden und demokratisch gebildeten Polizisten verzeihen.

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