Son of Hibachi

22.07.2015

Während die Marketingbeauftragten von Weber und Co nicht müde werden, teures HighTech-Equipment als Must Have für den Freund des archaischen Garens zu preisen, schlägt sich der einfache Isargriller mit weitaus banaleren Problemen durch die kulinarische Welt:

Wie lässt sich in erträglicher Zeit ordentlich Glut erzeugen, ohne dass der Grillmeister mit aufgeplusterten Backen beginnt zu hyperventilieren. Und was machen mit Rost, Gestänge und Restkohle, wenn der Hunger gestillt und der Abend zu Ende?

Die eingangs angesprochenen Produkte von Weber sind wenig geeignet, vom Fahrrad zu den schönsten Grillplätzen gezogen zu werden.

Der Einweggrill von der Tankstelle schmälert den Grillgenuss erheblich und landet nicht selten als unschöne Hinterlassenschaft in der Natur.

Beim Standard-Dreibein-Grill aus dem Supermarkt fehlt unter Garantie spätestens beim zweiten Aufbauen die entscheidende Mutter, die für Stabilität sorgen soll.

Nicht zuletzt: Wohin mit der Restkohle und wer hat Lust, den Rost zu reinigen.

Meine Antwort darauf:

Son of Hibachi

Dieser kleine, unscheinbare Grill hat es faustdick hinter den Ohren.

Anfeuern ist dank des Kamineffekts ein Kinderspiel. Kein Pusten, kein Spiritus (da hinten sehe ich den erhobenen Zeigefinger: Spiritus, soll man nicht nehmen... ach lass mich doch in Ruhe). Ein wenig Zeitungspapier und vielleicht einen oder zwei Grillanzünder. Es funktionieren auch diese braunen Dinger, die sonst nie funktionieren. Nach 10 bis 15 Minuten kann losgelegt werden.

Ist dann fertig gegrillt, klappt man den Son zusammen und während dann in gemütlicher Runde geraucht, getrunken, gequatscht wird, reinigt sich der Grill von alleine. Nach etwa einer halben Stunde ist der Grill bereit für die Heimfahrt. Heiß wie er ist wird er in die dazugehörige Tasche verfrachtet, rauf auf den Gepäckträger und heim.

Ist der Grill dann ausgekühlt, bleibt von der Kohle nur mehr Asche übrig, der Rost ist sauber und das Gerät bereit für das nächste Grillevent.

Mehr Infos? Bitteschön: Son of Hibachi

Ende der Werbedurchsage.

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Krawall

Schwabinger Krawalle

Oli Nauerz

So manch einer denkt bei "Schwabinger Krawalle" an die 68er Studentenunruhen. Doch gefehlt. Das Eine hat mit dem Anderen recht wenig zu tun.

Zwar hat beides im Münchner Stadtteil Schwabing sein Epizentrum. Die "Schwabinger Krawalle" allerdings bereits 1962, die Studentenunruhen jedoch erst um 1968 herum.

Während die 68ern vorwiegend Studenten waren, beteiligten sich an den "Schwabinger Krawallen" von Beginn an Jugendliche aus allen Bevölkerungsschichten. Während die 68er politisch motiviert waren, entlud sich 62 ganz einfach der angestaute Frust über Obrigkeit, Willkür und Polizeigewalt.

Gelegentlich wird an die Krawalle erinnert. Seit 2012 mit größeren Veranstaltungen an der Münchner Freiheit.

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