Kranz der Schande

gegen-geistige-brandstifter
19.10.2015

Die Nazis von Pegida haben heute tatsächlich nicht nur mit Duldung der Polizei, sondern mit deren aktiver Hilfe einen Kranz am Platz der Opfer des Nationalsozialismus niederlegen können.

Die einst so wehrhafte Demokratie - die zu Wackkersdorfer Zeiten berechtigten und legitimen Protest von Hubschraubern aus bombardieren konnte - hat einmal mehr vor dem rechten Mob kapituliert. Nicht nur kapituliert, sie hat dem Mob den Weg frei gemacht zu einer unglaublichen Verhöhnung der Opfer einer menschenverachtenden Ideologie.

Auf dem Platz der Opfer des Nationalsozialismus versammelten sich, laut SZ etwa 80, nach eigenen Beobachtungen gut über hundert Bürger und Bürgerinnen, um das unglaubliche Vorhaben von Pegida zu verhindern.

Aus Polizeikreisen war zu vernehmen, dass zumindest die einfachen Beamten und Beamtinnen vor Ort entweder keine Ahnung von dem Vorhaben hatten, oder - die Vorfälle um Hakenkreuzschmierereien in Perlach legen den Verdacht nahe - sich einfach dumm stellten.

[Update]: Weil ich mehrfach gefragt wurde, was es mit dem "Kranz der Schande" auf sich hat, hier der Hintergrund.

Die Pegida-Nazis haben einen Kranz mit der Aufschrift "Dem Gedenken an alle Opfer" am Mahnmal nieder gelegt. Damit machen sie Naziverbrecher zu Opfern. Stellen die Täter auf eine Ebene mit den von ihnen dahingemordeten. Widerlicher kann man seine niedere Gesinnung kaum zum Ausdruck bringen.

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