Kleingarten oder Urwald?

18.03.2018

Über Jahre stellte sich immer wieder die Frage, ob es nicht schön wäre, eine kleine Parzelle für Gemüseanbau und Freizeitgestaltung - vulgo Kleingarten - zu bestellen. Zu mehr als einem kleinen Stückchen Acker in der Fasanerie hat die Antwort jedoch nie gereicht.

Bis, ja bis eines Tages der Wolfi vor uns stand und fragte, ob wir nicht den Garten seiner Mutter bewirtschaften wollten. Sie käme nicht dazu und er selbst hätte keine Zeit.

Ohne lang zu überlegen: "Ja sicher, und wie".

Der erste Besuch des Gartens machte deutlich, worauf wir uns eingelassen haben. Ein Zuckerschlecken würde das nicht. Gras und Kraut standen hüfthoch. Weder die Ausmasse des Gartens, noch was sich unter dem Grün verborgen hielt waren auszumachen.

Schattierungen von grün

Es ist alles so grün hier...

Auf den ersten Blick ist alles einfach grün. Wenn sich das Auge langsam daran gewöhnt hat, dann nimmt es eine unglaubliche Fülle unterschiedlicher Nuancen war. Hellgrün, dunkelgrün, mittelgrün, garnichtgrün.

Garnichtgrün? Ach, das alte Umspannwerk blitzt zwischen Bäumen, Blättern und Gräsern durch.

Gaanz ganz langsam wird man gewahr, dass sich - wie in einem Suchbild - auch nichtpflanzliches in dem überwältigenden Grün versteckt. Wer hat sie gefunden, die beiden Gartenstühle?

Ein Tisch? Ein Tisch.

Ein Tisch? Ja, ein Tisch.

Lässt man den Blick schweifen, entdeckt man hier einen Tisch, weiter drüben ein Gerüst, das einst den Rosen als Stütze diente. Eine Gartenliege oder was die strengen Winter von ihr übrig gelassen haben.

Und grün, rund herum, alles grün. Balsam für die Seele und gleichzeitig Herausforderung an den Gärtner im Menschen.

Blick zum Nachbarn

Blick zum Nachbarn

Ein Blick zum Nachbarn? Eher nicht, da ist ordentlich Grün vor. Eine undurchdringliche Barriere schützt uns. Wovor? Vor neugierigen Blicken? Oder vor Kontaktaufnahme?

Nein, Angst vor Kontaktaufnahme haben wir nicht. Doch ist es schön, sich ein wenig Privatsphäre durch saftiges Blätterwerk und nicht durch Mauern und Zäun zu wahren.

Ein Grillplatz wäre gefunden. Auch wenn der Platz noch nicht zum Grillen einlädt. Grill und Stuhl haben sicher bessere Tage gesehen... und sie werden auch wieder bessere Tage sehen. Versprochen.

Ein Teich? Ja wirklich, ein Teich.

Ein Teich? Ja wirklich, ein Teich.

Beinahe wäre ich hinein gestolpert. Mitten in der grünen Pracht versteckt sich doch wirklich ein kleiner Teich. Hättet ihr ihn erkannt? Ich nicht.

Es wird sich zeigen, ob das Wässerchen Balsam für die Augen oder Aufzuchtstation für Mücken und anderes unliebsame Getier wird.

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Titanic

Nein zu Europa, ja zu Europa

TTIP durchgewunken?

Ach du meine Fresse, da steht man mal im Rampenlicht und was passiert? Man greift grammatikalisch mit beiden Händen voll in die Sch... Grube.

"TTIP durchgewinkt"...

Bei solch einer Nachlässigkeit, wer achtet da noch auf den Inhalt?

Ich bedanke mich bei den Wächtern der Grammatik von der Titanic und gelobe Verbesserung.*

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